AK: Bedingungen für Lkw-Lenker weiter verbessert

Neue Verordnung über Gefahrgutbeförderung in Kraft

Wien (OTS) – Ab September gibt es neue Bestimmungen für die Ausbildung und Fortbildung von Gefahrgutbeauftragten und Gefahrgutlenkern. Das bringt auch Verbesserungen für die Arbeitnehmer: Die im betrieblichen Interesse angeordnete
Ausbildung oder Fortbildung muss während der Arbeitszeit erfolgen, die Kosten dafür haben die Unternehmer zu tragen. Bislang erwarben die Lenker den Nachweis überwiegend in der Freizeit und auf eigene Kosten. Damit wurde auch ein weiterer Schritt zu mehr Sicherheit
auf der Straße gesetzt und eine langjährige Forderung der AK erfüllt.****

Mit der mit September in Kraft getretenen Verordnung ist nunmehr gesetzlich verankert, dass die notwendigen Kenntnisse für Gefahrgutlenker während der Arbeitszeit, unter Fortzahlung des Entgeltes und in der dafür notwendigen Zeit vermittel werden müssen. Sollten die Schulungen dennoch in der Freizeit erfolgen, muss der Arbeitgeber diese Stunden entsprechend entlohnen. Damit
ist endlich Schluß mit der gängigen Praxis, diese Schulungen in der Freizeit und auf Kosten der Lenker durchzuführen. Auch bei der Ausbildung bzw Fortbildung für die im betrieblichen Interesse tätigen Gefahrgutbeauftragten gelten diese Bestimmungen sinngemäß. Gefahrgutbeauftragte müssen vom Unternehmen ab dem nächsten Jahr bekannt gegeben werden. Ihre Aufgabe wird sein, die Gefahrguttransportvorschriften im Betrieb, die fachgerechte
Lagerung und Ladung sowie Organisation von Transporten zu überwachen. Dabei werden die Gefahrgutbeauftragten intensiv mit
den Verantwortlichen im Bereich des Umweltschutzes, des Arbeitnehmerschutzes sowie der Belegschaftsvertretung zusammenarbeiten.
Das Wissen um die Beschaffenheit des Transportgutes, die
Information über das Gefahrenpotential und wie man richtigerweise damit umzugehen hat, sind ein wichtiger Beitrag für mehr
Sicherheit auf der Straße. Als nächsten Schritt verlangt die AK die EU-weite Verlagerung des Transports von gefährlichen Gütern über weite Strecken von der Straße auf die Schiene.

Zur weiteren Verbesserung der Bedingungen für die Lenker fordert die AK eine bessere Kontrolle der Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sowie eine strengere Bestrafung der Unternehmer, die
ihre Lenker zur Verletzung dieser Vorschriften nötigen.

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