"Gemeinsam ins dritte Jahrtausend"

Konsens-Konferenz der Generationen in Krems

Niederösterreich (NLK) - "Es ist ungeheuer wichtig, das Gespräch zwischen Alt und Jung zu suchen, weiter zu führen und am Leben zu erhalten", betonte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop heute in Krems bei einer Konsens-Konferenz der Generationen, veranstaltet vom Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie in Zusammenarbeit mit dem NÖ-Landesjugendreferat. Im Mittelpunkt stand ein im Rahmen eines Laienforums von jugendlichen und älteren Menschen erarbeiteter "Pakt der Generationen" - der im Lauf der Konferenz unterzeichnet wurde. Sein Motto: "Gemeinsam ins dritte Jahrtausend". ****

LHStv. Liese Prokop verwies auf die demographische Entwicklung, ab 2002 werde der Anteil der Älteren an der Gesamtbevölkerung rasant steigen. Die "Verschnaufpause" bis dahin müsse genützt werden, um schon jetzt entsprechende Weichenstellungen vorzunehmen. Mittelfristig sei eine Reform des Pensionssystems unumgänglich und es müsse Vorsorge zu dem steigenden Pflegebedarf getroffen werden. Weiters sei es ein wichtige politische Aufgabe, Strukturen zu schaffen, in denen die Jugend Geborgenheit und Sicherheit findet.

In einem Impulsreferat fasste die Kölner Medizinerin und Publizistin Dr. Heidi Schüller, übrigens wie Prokop eine ehemalige Weltklasse-Leichtathletin, die Ursachen für eine Problematik zusammen, die die Gesellschaft noch vor große Herausforderungen stellen werde: "Zu wenig Kinder, zu lange und zu schlechte Ausbildung, relativ kurze Erwerbsphase, hohe Lebenserwartung." Sie warnte vor der Praxis, "mit der Rentenlüge Wahlen zu gewinnen".

Der in Krems präsentierte und lebhaft diskutierte "Pakt der Generationen" wurde in drei Treffen von Jugendlichen und Senioren unter Beiziehung von Experten erstellt. Anstoß war das von der UNO proklamierte Jahr der älteren Generation mit der Zielsetzung "eine Gesellschaft für jedes Alter". Der Katalog von Anregungen und Forderungen reicht von der Schaffung von Orten der Begegnung wie Nachbarschaftszentren und Bürgerbüros bis zu einer gerechten Verteilung der Lebenseinkommen. Großes Gewicht wird auf die Aus- und Weiterbildung gelegt.

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