Josefstadt-Direktor Helmuth Lohner schlägt Alarm: 'Mir fehlen 25 Millionen.' Er droht, seinen Vertrag nicht mehr zu verlängern

Wien (OTS) - Im neuen FORMAT sagt Helmuth Lohner, Direktor des Theaters in der Josefstadt, ganz offen: 'Mir fehlen für die neue Saison 25 Millionen Schilling.' Und Lohner weiter: 'Die Einnahmen sind gleichgeblieben, wir spielen über vierzig Prozent der Kosten durch den Kartenverkauf ein. Das ist im europäischen Vergleich sensationell. Aber die Ausgaben steigen kolossal - Abfertigungen, Pensionen, neue Kollektivabschlüsse für die Technik, Werkverträge für die gesamte Komparserie.'

Sollten Bund und Stadt Wien die dringend notwendigen Mittel nicht zuschießen, droht Lohner, seinen Vertrag nicht zu verlängern: 'Wenn die beantragte Subventionserhöhung nicht genehmigt wird, muß ich erstens im nächsten Frühjahr den Rabenhof, unsere Alternativ-Spielstätte, zusperren. Und zweitens bin ich dann zu einer Vertragsverlängerung nicht bereit.' Alexander Götz, kaufmännischer Ko-Direktor des Theaters in der Josefstadt, kann die finanzielle Misere nur bestätigen 'Wir brauchen, um gut wirtschaften zu können, ein Jahresbudget von 300 Millionen.' Derzeit erhält die Josefstadt von Bund und Stadt Wien 160 Millionen, 40 Prozent werden durch den Kartenverkauf eingespielt. Lohner abschließend zu FORMAT: 'Wir sparen überall - weniger Gäste, kleinere Produktionen und Bühnenbilder. Aber auf die erreichte Qualität kann und will ich nicht verzichten.'

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