Dramatische Wende im Wahlkampf: FPÖ erstmals stabil vor der ÖVP Sonntagsfrage: SPÖ 36%, ÖVP 24%, FPÖ 28%, Grüne 6%, Liberale 3%, Lugner 3%

Dramatische Wende im Wahlkampf: Die FPÖ hat die ÖVP deutlich überholt und liegt stabil auf dem zweiten Platz. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts OGM, die das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner Ausgabe vom kommenden Montag veröffentlicht. Die repräsentative Umfrage wurde am Donnerstag der Vorwoche unter 500 Befragten in ganz Österreich durchgeführt. Nach dieser Umfrage liegt die SPÖ zwar klar in Führung, stagniert aber auf dem für sie enttäuschenden Wert von 36%. Dahinter liegt erstmals die FPÖ, die nach der Nominierung von Thomas Prinzhorn als Spitzenkandidat in der Wählergunst nach vorn katapultiert wurde und nun auf dem Rekordwert von 28 Prozent liegt ? noch eine Woche davor waren es erst 24 % gewesen. Die ÖVP ist dagegen von 26% auf 24% abgesackt. Bei Wahlen am nächsten Sonntag müßte sie sich abgeschlagen mit dem dritten Platz zufrieden geben. Bei den Kleinparteien vollzog sich in der Vorwoche ebenfalls ein Rechtsruck en miniature: Grüne wie Liberale haben je einen Prozentpunkt eingebüßt. Die Grünen fielen auf 6%, das LIF auf den für sie letalen Wert von 3%. Im Gegenzug konnte Richard Lugners Partei DU etwas zulegen und stieg von 2 % auf 3%.

Schwarz-blau bleibt weiter unbeliebt So sehr die FPÖ an Anhängern gewinnt, so wenig können sich die Österreicher mit dem Gedanken an eine schwarz-blaue Koalition anfreunden. Auf die Frage "Welche Regierungsform wäre Ihnen die liebste und welche würden Sie auf jeden Fall ablehnen?" nannten 49% die Rot-schwarze Koalition als das Kabinett ihrer Wahl. In der Woche davor war die Zustimmung erst bei 45% gelegen. Dagegen sehnen nur 19 Prozent eine Zuzsammenarbeit von ÖVP und FPÖ herbei ? 23% lehnen sie heftig ab. Verglichen mit der Woche davor hat sich Stimmungslage für schwarz-blau immerhin marginal verbessert: Der Prozentsatz der Befürworter stieg von 17 auf 19, der Anteil der radikalen Ablehner fiel von 28 auf 23%.

Als Kanzler fällt Prinzhorn durch Auf die Frage "Wer wäre der besser Kanzler, Haider oder Prinzhorn?" antworten 31 Prozent der Österreicher "Keiner von beiden". 30% geben Haider den Vorzug, 15% Thomas Prinzhorn. Diese schlechten Noten werden allerdings durch die Tatsache relativiert, daß Prinzhorn trotz längerer politischer Tätigkeit einer breiten Öffentlichkeit nicht allzu bekannt ist. 52 Prozent geben an, ihn überhaupt nicht zu kennen, 23% wollen eine "weniger gute Meinung" von ihm haben, eine dezidiert gute Meinung haben hingegen nur 17% der Befragten.

Rückfrage: FORMAT, Walter Osztovics, 0676 / 560 68 59

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