Feurer: EU-Beitritt Tschechiens nicht mit Temelin

SP-NÖ hält an ihrem strikten "NEIN" zu AKWs fest

St. Pölten (SPI) - Einerseits ist das AKW Temelin nicht auf den letzten Stand der Technik zu bringen, und andererseits ist der Betrieb des Kernkraftwerkes für Tschechien wirtschaftlich nur schwer zu verkraften. "Ein EU-Beitritt Tschechiens kann damit nur den gleichzeitigen - wenn wirtschaftlich notwendig auch stufenweisen -Ausstieg aus der Atomenergie bedeuten. "Die NÖ Sozialdemokraten wissen um die Gefährdung der Bevölkerung und um die Risiken der Atomenergie und werden weiterhin das Engagement für eine Schließung der grenznahen Atomkraftwerde fortsetzen. Mit Bundeskanzler Mag. Viktor Klima, der sich dem Kampf gegen die Kraftwerke Mochovce, Temelin und vielen anderen atomaren Gefahrenquellen an unseren Grenzen widmet, haben wir dabei einen starken Verbündeten", bekräftigt der SP-Umweltsprecher LAbg. Werner Feurer.****

Speziell im Falle von Tschechien trägt unser Land als Anrainerstaat das Risiko von Atomkraftwerken, die vor allem nicht dem Stand der heutigen Technik entsprechen, voll mit. Deshalb werden wir auch in Zukunft nicht untätig zuschauen und abwarten, sondern unser Interesse und unser Mitspracherecht innerhalb der EU zur Geltung bringen. "Es ist unbedingt erforderlich, dass der Anti-Atom-Kurs Österreichs, begonnen von den Ländern über die Bundesregierung bis hin zu österreichischen EU-Politikern, strikt beigehalten wird. "Wir Sozialdemokraten mit unserem Bundeskanzler Mag. Viktor Klima an der Spitze werden dies tun", betont Feurer.

Umso schlimmer ist die Wendehalspolitik der ÖVP. So wurde aus VP-Delegationsleiterin in Brüssel Ursula Stenzel plötzlich wieder eine Atom-Lobbyistin. Stenzels Aussagen, wonach Österreich in der Atomkraftwerks-Debatte "mit dem Verlangen, dass die Slowakei im Jahr 2000 den Reaktor Bohunice zusperrt, den Beitritt der Slowakei blockiert" und damit falsch handelt, sind damit eine Brüskierung aller Menschen, die gegen den "Atom-Wahnsinn" auftreten und gegen die Atom-Lobby kämpfen. "Stenzel hat es sogar geschafft, eine zentrale Forderung des NÖ Landtages als Bedingung für einen EU-Beitritt der Slowakei ins Lächerliche zu ziehen", ist Abg. Werner Feurer empört. (Schluss) fa

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