Klangturm St.Pölten stößt in neue Dimensionen vor

Raum wird durch Mondecho hörbar

St.Pölten (NLK) - Eine Klangbrücke von der Erde zum Mond zu errichten, das ist der gedankliche Ansatz des Musikprojektes "Mondecho", das morgen, Samstag, vom Standort Brunnenhof in St.Pölten (neben dem Domplatz) Realität wird. Veranstalter ist der Klangturm St.Pölten, der Klangarchitekt Andreas Bosshard führt dieses auf einer Idee von Pauline Oliveros basierende Klangexperiment durch.

Signale auf der Erde scheinen sich durch die überaus hohe Lichtgeschwindigkeit punktuell auszudehnen. Wenn aber ein Signal die Erde verläßt, die Reise zum Mond antritt und von dort reflektiert wird, ist deutlich erkennbar, daß auch das Licht seine Zeit braucht:
Das Mondecho beträgt in diesem Fall ca. 4 Sekunden.

Das macht sich Bosshard zunutze und schafft einen "Mondraum", in dem Pauline Oliveros Akkordeon spielt, während sie mit dem Mond interagiert. Übertragungstechniker eröffnen die Kanäle zum Mond. Zuerst erklingen die Töne des Instrumentes, dann Luft- und Sphärenklänge. Sie haben verschiedene Frequenzen und Klangfarben und ergeben insgesamt eine virtuelle Klangskulptur, eine "Klangbrücke" zum Mond. Das Publikum befindet sich in einer Klangkuppel, lauscht den Klängen und Texten und erhält einen Eindruck von der Unendlichkeit des Universums. Die von Bosshard entwickelte Medienarchitektur ermöglicht es ferner, daß die Oberfläche des Mondes akustisch wahrgenommen werden kann.

Das erste derartige Experiment fand 1987 statt, als Pauline Oliveros aus dem Studio eines Amateurfunkers ihre ersten Mondbotschaften aussandte. Das erste inszenierte Mondecho gab es 1996 in Kalifornien während einer Mondfindsternis.

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