Transporteure: Keine Begeisterung über 'Verhandlungserfolg'

Heftigste Proteste von LKW-Lenkern über die langen Überholverbotsstrecken auf der A1

Wien (PWK) - Die beabsichtigten Überholverbotsstrecken auf der A1 sind eindeutig zu lang und nicht mit Sicherheitserfordernissen zu begründen. Die Flüssigkeit des Verkehrs zwischen Sattledt und Pöchlarn ist damit in höchstem Maß in Frage gestellt. "Wozu führt Minister Einem eigentlich Anhörungsverfahren durch, wenn er dann doch macht, was er will?", kritisieren der OÖ-Transportunternehmer und Fachverbandsausschussmitglied Franz S. Grad und der Vorsteher des Fachverbandes der Transporteure Adolf Moser die gefundenen Lösungsansätze. "Der Herr Verkehrsminister lässt Sitzungen veranstalten, geht dann in Pressekonferenzen und legt keine Grundlagendaten auf den Tisch. Auch unsere Mitarbeiter, die das alles auf der Straße 'ausbaden' müssen, haben wenig Verständnis für diese politische Hetzjagd, die derzeit vom sozialdemokratischen Eck in Österreich veranstaltet wird", betonen Moser und Grad unisono. ****

Es gehört in Österreich zur politischen Kultur, dass bei jeder Problemlösung im ökonomischen oder sozialen Bereich zuerst die Grundlagen und das Datenmaterial außer Streit gestellt werden. Die Interpretation ist dann Sache der Verhandlungspartner.

"Verkehrsminister Einem legt überhaupt keine Unterlagen vor. Wir halten das für eine grobe Unkultur", ärgert sich Grad. Die Transporteure haben von Anfang an eine ordentliche Begutachtung verlangt. Sie wurde nicht durchgeführt. Die Wahrheit ist, dass die Interessenvertretungen an einem Nachmittag gnädig zu einer 'Anhörung' eingeladen wurden. Ein Austausch von Sachargumenten war praktisch nicht möglich. Das Endergebnis ist entsprechend dürftig.

Moser zu den Unfallstatistiken: "Der Herr Minister Einem soll endlich die Zahlen vorlegen. Es ist nämlich ein erheblicher Unterschied, ob ein Unfall von einem LKW schuldhaft verursacht wurde, oder ob er nur an dem Unfall beteiligt war." Entscheidend bei den Beurteilungen sind nämlich die verursachten Unfälle und nicht die Beteiligungen.

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