Onodi: AKNÖ-Studie zeigt enorme Missstände im Handel auf

Viele Handelsbetriebe in NÖ halten sich nicht an die Vereinbarungen des Kollektivvertrages

St. Pölten (SPI) - Die AKNÖ schlägt Alarm - eine brandaktuelle Studie kommentiert einen erschreckenden Trend. Mehr und mehr Handelsbetriebe missachten in NÖ die Vereinbarungen des Kollektivvertrages. Einerseits werden oftmals Überstunden nicht freiwillig ausbezahlt und andererseits wird der Zeitausgleich ebenfalls vielfach nicht eingehalten. Der Druck auf die Handelsangestellten wird ständig größer. Aus Angst den Job zu verlieren, fügen sich die Betroffenen meistens der Ausbeuterpolitik ihrer Arbeitsgeber. "Glücklicherweise gibt es in Österreich seit langem die Institution der AK, die den Betroffen mit Rat und Tat beisteht", betont die 2. Landtagspräsidentin und St. Pöltner Frauenvorsitzende Labg. Heidemaria Onodi.****

Ob die AK aktiv werden kann, hängt vom Willen des Arbeitnehmers aber auch von den Erfolgsaussichten ab. Zurzeit ist es leider so, dass sich täglich Verkäufer, Kassierinnen und Regalstaplerinnen bei der AKNÖ über unzumutbare Arbeitsbedingungen beschweren. Viele dieser Berufsgruppen leiden vor allem unter den Samstags-öffnungszeiten. Laut aktueller Studie der AKNÖ gibt nämlich nur die Hälfte der Befragten an, dass die Unternehmen in diesem Punkt den Kollektivvertrag freiwillig einhalten. Zu diesem miserablen Zustand kommt noch hinzu, dass mehr als 50 % der Befragten bestätigen, dass ihr Gehalt kaum zum Leben ausreiche. "Die großen Verlierer im Handel sind die Frauen. Bei gleicher Arbeit und Vollbeschäftigung verdienen sie immer noch weniger als ihre männlichen Kollegen. Auch die Frauen sind es, die in Handelsbetrieben minderqualifizierte Arbeiten und oft auch körperlich schwere Arbeiten nach dem Motto: Die typische Regalschlichterin ist eine Frau und der Filialleiter ein Mann -verrichten müssen", kritisiert Onodi die triste Situation der vor allem weiblichen Handelsangestellten.
(Schluss) sa

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