Investitionen der ÖBB auf der Bahnstrecke Oberwart - Friedberg - Wiener Neustadt

Eisenstadt (öbb): Mehr als eine Viertelmilliarde Schilling investieren die ÖBB in die Erhöhung der Sicherheit und die Verbesserung der Infrastruktur für das Südburgenland und die Oststeiermark

Sicherheit zuerst
Höchstes Ziel der ÖBB war und ist stets die Sicherheit der Reisenden. Unter diesem Aspekt ist prinzipiell auch der Ausbau der Bahnverbindung Oberwart - Friedberg - Wiener Neustadt zu betrachten. Obwohl die Strecke nicht gerade zu den Hauptverkehrsadern unseres Bundesgebietes zählt, wird sie von den ÖBB durch den Einsatz modernster Technik zu einer der sichersten gemacht.

Handy für den Lokführer
Im Flugzeug ist bekanntlich die Benützung von Mobiltelefonen verboten - nicht aber auf dem Führerstand eines Triebfahrzeuges. Einen wesentlichen Bestandteil der Erhöhung der Sicherheit bildet die Verbesserung der Kommunikation zwischen dem Triebfahrzeugführer und dem Fahrdienstleiter. Die bisherigen Schnurlostelefone auf den Führerständen werden im Abschnitt Oberwart - Friedberg durch moderne GSM-Handies ersetzt.

Neue Haltestelle
Genau zwischen den Bahnhöfen Pinkafeld und Altpinkafeld haben die ÖBB die neue Haltestelle Pinkafeld Schule errichtet. Für die Schülerinnen und Schüler der HTBL - Pinkafeld wird dadurch der Weg zur Bahn ein "Katzensprung" und ein Anreiz zur Benützung der Züge geschaffen. Natürlich ist die Benützung der Haltestelle auch den LehrerInnen erlaubt.

Neuer Fahrplan
Während der Sommerferien haben die ÖBB fleißig "Schularbeiten" geschrieben und für die Schule einen maßgeschneiderten Fahrplan ausgearbeitet. Dieser ist speziell auf die Schulbeginn- und Schulschlußzeiten der über 1000 BesucherInnen der HTBL abgestimmt und tritt rechtzeitig am 6. September 1999 in Kraft. Damit beginnt eine sukzessive Attraktivierung der Oberwarter Strecke, die der Realisierung des Verkehrskonzeptes der Burgenländischen Landesregierung entspricht.

Neue "Weichenstellung"
Damit auf der eingleisigen Strecke dieser attraktive Fahrplan überhaupt "fahrbar" wurde, waren größere Umbaumaßnahmen notwendig. Um die Kreuzungsmöglichkeiten für die Züge zu verbessern, wurden in Altpinkafeld und Schäffernsteg neue "Rückfallweichen" eingebaut, die sich nach Befahren durch einen Zug von selbst in die ursprüngliche Lage zurückstellen. Im Bahnhof Altpinkafeld ermöglicht ein neu angelegter Mittelbahnsteig den Reisenden ein bequemeres und sicheres Ein- und Aussteigen.

Friedberg - Aspang
Bereits seit November des Vorjahres sorgt auf diesem Streckenabschnitt ein "Signalisierter Zugleitbetrieb" für die Sicherheit. Die alte, mechanische Sicherungsanlage wurde durch eine moderne, elektronische, mit ferngesteuerten Signalen, Streckenblock und Gleisfreimeldeeinrichtung ersetzt. Die Zentrale befindet sich im neuen Stellwerk des Bahnhofes Friedberg, wo der Fahrdienstleiter per Mausklick auf seinem Bildschirm die Weichen und Signale aller Bahnhöfe seines Abschnittes "wie von Geisterhand" stellen kann. Gleiches führt er übrigens auch für die Strecke bis Fehring durch. Im Zuge dieses 56 Millionen Schilling kostenden Ausbaues wurde in den Bahnhöfen Friedberg und Ausschlag-Zöbern jeweils ein neuer Bahnsteig errichtet.

Aspang - Wiener Neustadt
Bereits seit Ende des Jahres 1997 ist der Ausbau dieser Bahnstrecke in vollem Gange. Die Sicherheit wird vor allem durch die Errichtung einer neuen Zugleitzentrale im Bahnhof Aspang erhöht werden. Vom modernen, elektronischen Stellwerk aus werden 6 Bahnhöfe ferngesteuert. Ziel des Streckenausbaues ist eine Fahrzeitverkürzung für Eilzüge um etwa 10 Minuten. Dazu muß allerdings die Streckenhöchstgeschwindigkeit von derzeit nur 50 bis 100 km/h, auf 90 bis 120 km/h angehoben werden. Erreicht wird diese Beschleunigung durch die technische Sicherung der Eisenbahnkreuzungen mit Lichtzeichenanlagen.
In diesen Streckenabschnitt investieren die ÖBB 217 Mio Schilling. Die Fertigstellung ist für Ende Mai 2000 geplant.

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