Riess-Passer fordert strenge Kennzeichnungspflicht für Futtermittel

Wien, 1999-09-02 (fpd) - In Österreich müsse immer zuerst etwas passieren oder aufgedeckt werden, bevor die rot-schwarze Regierung sich endlich dazu bequeme, Mißstände zu beseitigen, erklärte heute die geschäftsführende FPÖ-Bundesobfrau Dr. Susanne Riess-Passer zur laufenden Diskussion über die Futtermittelkontrolle. ****

Riess-Passer forderte eine strenge und vor allem verständliche Kennzeichnungspflicht für Futtermittel, um zu garantieren, daß nicht ungewollt Antibiotika, genmanipuliertes Getreide, Klärschlamm oder ähnliche Unappetitlichkeiten verfüttert werden. Die strenge Kennzeichnungspflicht sei besonders bei Importprodukten notwendig, da hier die Wahrscheinlichkeit von Beimengungen am größten sei. "Zu überlegen wäre auch ein eigenes Gütesiegel, das die völlige Unbedenklichkeit eines Futtermittels garantiert", regte Riess-Passer an.

Riess-Passer kritisierte in diesem Zusammenhang auch die mangelnde Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel. Allein die Tatsache, daß für Zusatzstoffe, Enzyme und Aromen nicht angegeben werden müsse, wenn sie aus gentechnisch veränderten Rohstoffen stammen, sei ein Beweis für die Leichtfertigkeit, mit der die Regierung mit der Gesundheit der Konsumenten umgehe, zeigt sich Riess-Passer entsetzt. "Diesem verantwortungslosen Umgang der SPÖVP-Minister muß schnellstens ein Ende bereitet werden", forderte Riess-Passer.

Die völlig undurchschaubare und unübersichtliche Kennzeichnungspflicht müsse sofort geändert und durch eine einheitliche negative Kennzeichnung ("gentechnisch verändert") ersetzt werden. "Jedes Lebensmittel, das gentechnisch verändert wurde oder genmanipulierte Inhalts- oder Zusatzstoffe enthalte, müsse ein deutlich sichtbares Zeichen tragen", so Riess-Passer, die in diesem Zusammenhang die Veröffentlichung von Firmen, die gegen die Kennzeichnungspflicht verstoßen, forderte. Daß es in Österreich keine genmanipulierten Lebensmittel geben werde, habe sich längst als fromme Lüge der Regierung erwiesen: "Trotzdem, die Österreicher haben ein Anrecht auf gesunde Ernährung und das Recht, zu wissen, was sich auf ihren Tellern tatsächlich befindet", stellte Riess-Passer abschließend fest. (Schluß)

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