Causa Riegerbank: AK Wien führt Musterprozess

Klage gegen Diskont Bank wegen Falschberatung bei Riegerbank-Anleihen

Wien (OTS) – Die AK Wien führt einen Musterprozeß gegen die Diskont Bank, weil diese die Kunden nach den Angaben der Anleger bezüglich der Riegerbank-Anleihe falsch beraten hat. Die Diskont Bank hat dabei massiv gegen die Anlegerschutzbestimmungen verstoßen. Die Arbeiterkammer hat die Klage am 13. August beim Handelsgericht eingereicht. Geklagt wurde auf Schadensersatz. "Die Klage ist aus konsumentenpolitischer Sicht unverzichtbar",
erklären die Verbraucherschützer der AK Wien, denn Falschberatung bei Anlageformen sei kein Kavalliersdelikt. Die geschädigten Anleger sind gezwungen, ihre Ansprüche innerhalb einer viermonatigen Frist einzuklagen. Da diese Frist in vielen Fällen bald abläuft, sollten Anleger, die klagen wollen, entweder sofort die Klage einbringen oder einen Antrag auf Fristerstreckung
stellen. Von der AK Wien wurde übrigens die Möglichkeit einer Sammelklage organisiert.****

Nach Ansicht der AK war der Diskont Bank das bestehende Risiko durchaus bewußt. Ein Indiz dafür ist, dass die Diskont Bank für den Vertrieb der Riegerbank-Anleihe eine Provision von 15 Prozent lukrierte, was ein Vielfaches der sonst üblichen Provision für die Platzierung einer Anleihe ist. Die AK Wien wirft der Diskont Bank vor, daß die Zeichner der Riegerbank-Anleihe 1998 nicht über das mit dieses Risiko aufgeklärt wurden. Dazu wäre die Diskont Bank aber – so wie jeder andere Anbieter von Anlagen – gesetzlich verpflichtet gewesen. Fragen von Anlegern nach einem eventuellen Risiko wurden falsch beantwortet. Weiters erweckte die Diskont
Bank den Eindruck, die Kunden könnten eine Bankanleihe erwerben. Die Riegerbankanleihe war keine solche. Außerdem wurde für die Riegerbankanleihe 1998 kein Prospekt erstellt, was einen Verstoß gegen das Kapitalmarktgesetz darstellt, eben weil es sich um keine Bankanleihe gehandelt hat.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Presse
Bernhard Torsch
Tel.: (01)501 65-2347

AK Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/AKW