Laska: Viel Neues aus den Wiener Schulen

Neue Wege in der Frühaufsicht

Wien, (OTS) Im Schuljahr 1999/2000 werden voraussichtlich insgesamt 85.225 SchülerInnen die 376 Wiener öffentlichen allgemein bildenden Pflichtschulen besuchen.

Im September 1999 werden an den öffentlichen und privaten Volksschulen voraussichtlich 16.573 Schulneulinge in 704 Klassen
ihr erstes Schuljahr beginnen.

Derzeit besteht an 178 Wiener Volks- und Sonderschulen eine Frühaufsicht, die von LandeslehrerInnen in der Regel ab 7.15 Uhr durchgeführt wird. Im letzten Schuljahr wurden 2.360 SchülerInnen so betreut.

Der Bedarf berufstätiger Eltern ist aber auch an den 100 anderen Schulstandorten gestiegen. Um dem Wunsch der Eltern entgegenzukommen, wurden nun neue Möglichkeiten gesucht.
So können ab diesem Schuljahr die Elternvereine Aufsichtspersonen mit dieser Aufgabe betrauen. Alle Volks- und Sonderschulen können für Frühaufsicht genützt werden und werden bei Bedarf um 7.15 Uhr aufgesperrt.****

Ferienbetreuung im Steigen

Ferienbetreuung wurde erstmals 1997 an allen Schulen mit ganztägiger Betreuung ermöglicht. In längeren Ferien wird diese von Horten durchgeführt, an Einzeltagen von den Lern- und Freizeitklubs.

Ferienbetreuung in längeren Ferien wird immer öfter in Anspruch genommen und ist von Jahr zu Jahr im Steigen.

- Semesterferien

1997: 142 Kinder
1998: 176 Kinder
1999: 198 Kinder
- Osterferien

1997: 144 Kinder
1998: 167 Kinder
1999: 215 Kinder
- Sommerferien

1997: 333 Kinder
1998: 510 Kinder
1999: 1.000 Anmeldungen

Ab September liegen die Anmeldeformulare zur Ferienbetreuung fürs nächste Schuljahr wieder in den Schulen auf.

Ganztagsbetreuung

Im Schuljahr 99/2000 werden 40 Volksschulen, 32 Hauptschulen und 13 Sonderschulen der Stadt Wien mit ganztägiger Betreuung geführt. Im letzten Schuljahr wurden 13.400 Kinder in ganztägigen Schulen betreut. Im heurigen Schuljahr werden es 15.200 sein.

Außerdem stehen 209 öffentliche und 155 private Horte zur Verfügung. An 36 Standorten gibt es Nachmittagsbetreuung durch Lern- und Freizeitklubs.

An 90 Schulstandorten ist eine Mittagsaufsicht eingerichtet, bei der SchülerInnen ein Mittagessen unter Aufsicht von
LehrerInnen einnehmen und die Zeit zu einem Nachmittagsunterricht überbrücken können.

Für 6.400 Schulneulinge wurde ein ganztägiger Betreuungsbedarf bei der Schuleinschreibung gemeldet. Es konnte
all diesen Kindern ein Betreuungsplatz angeboten werden.

Material für den Schulunterricht

Das System Warenkorb war ein wichtiger Schritt in Richtung Schulautonomie. Bei diesem System wird den Schulen ein der
Schulart und der Schülerzahl entsprechender Geldbetrag überlassen, mit dem die Schulen entweder Materialien aus dem Lager der MA 56 anfordern können oder aber die Unterrichtsmaterialien nach den Wünschen und Vorstellungen der LehrerInnen (Lehrerkonferenz) im Einvernehmen mit dem Elternverein selbst beschaffen können.

Heuer haben sich 40 weitere Schulen zu diesem System entschlossen. Damit sind erstmals alle Wiener Schulen (bis auf
eine) insgesamt 376 durch das System Warenkorb versorgt.

Die Stadt Wien stellt den SchülerInnen über ihre Leistungen als gesetzlicher Schulerhalter hinaus Schreib- und
Zeichenrequisiten (Hefte, Bleistifte, Dreiecke, Zirkel und dgl.), Textilien für den Handarbeitsunterricht, Materialien für das Technische Werken sowie Schulpauschalien für kleinere
Anschaffungen zur Verfügung.

Die Ausgaben dafür betragen 60 Millionen Schilling. Davon entfallen 32 Mio. Schilling auf die Anschaffung von Schreib- und Zeichenrequisiten, 12 Mio. Schilling auf Mädchenhandarbeits- und technisches Werkmaterial, sowie 16 Mio. Schilling auf die Schulpauschalien.

Schulneubauten und Renovierungen

Fünf neue Schulbauten und zwei Adaptierungen werden fürs heurige Schuljahr neu eröffnet. Zwei Zubauten und eine Adaptierung befindet sich in Bau. Für Schulneubauten sind im Voranschlag 1999 600 Mio. Schillin vorgesehen.

Für Renovierungen beträgt die Summe der Bezirksbudgets 1999 rund S 320 Mio. Heuer werden in rund 54 Schulen Instandhaltungsarbeiten (Dach-, Fenster-, Tür- sowie Fußbodenreparaturen, usw.) kleineren und größeren Umfanges durchgeführt. In rund 141 Schulen werden größere Instandhaltungsarbeiten (über 500.000 Schilling) vorgenommen.

Mit der Generalsanierung wurde an acht Standorten mit einem Budget von 250 Mio. begonnen.

Weiters sind 19 Schulneu- und -zubauten mit insgesamt 154 Klassen, sonstigen Unterrichts- und Freizeiträumen, 13 Turnsäle, ein Dreifachturnhalle und fünf Gymnastikräume in Planung.

Berufsschulen

Die Zahl der BerufsschülerInnen wird im kommenden Schuljahr rund 19.000 betragen.

Mit einer kräftigen Budgetierung in den letzten drei Jahren konnte das ZBG in der Mollardgasse vollständig renoviert werden. Die feierliche Eröffnung findet am 22. September statt.

Zur Anpassung des Berufsschulunterrichtes an die heutigen Erfordernisse werden die Modernisierungsarbeiten im 2. ZBG 15, Hütteldorfer Straße 7-17 mit einem Gesamtkostenbetrag von 423 Mio. Schilling fortgesetzt.

Neben der fortlaufenden Modernisierung der Schulräume, Labors und Werkstätten wird aber auch die bestehende Ausstattung der Berufsschulen mit Maschinen und Geräten in entsprechendem Umfang verbessert. (Schluss) us

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