Prinzhorn: "In Österreich werden Betriebsgründungen behindert"

"In einem Land mit einer Zwei-Klassen-Gesellschaft, in dem die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer würden, fühle ich mich nicht wohl, daher bin ich wieder in die Politik gegangen"

Wien, 1999-09-01 (fpd) - "Ich bin 30 Jahre Unternehmer in Österreich und das ist eine aufregende und erfüllende Aufgabe und ich habe immer mit dem Staat zu tun gehabt. In Österreich werden aber Betriebsgründungen behindert. Klima würde wohl Unternehmensgründungen plakatieren, nur bleibe es eben beim Plakat", kritisierte heute der Spitzenkandidat der FPÖ zur Nationalratswahl 1999, DI Thomas Prinzhorn in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Landeshauptmann von Kärnten Dr. Jörg Haider. ****

Die FPÖ wolle aber Arbeitsplätze schaffen, und daher Initiativen setzen. "Unser Credo lautet: "Arbeit schaffen durch Entrümpelung, Aufhören von Behinderungen. Es sei falsch, wie von Klima angekündigt, primär die größeren zu fördern, denn die "Großen" können sich ohnehin alles richten."

Außerdem behindere die Bürokratie teilweise auch Betriebsgründungen und Investitionen, wie er selber in seiner Unternehmerlaufbahn erfahren habe. In der Sozialversicherung etwa gebe es auch zu viel Bürokratie, hätte die Industrie eine Verwaltungsquote wie der Staat, gäbe es sie schon längst nicht mehr. Weiters betonte Prinzhorn, daß in einem Betrieb der Betriebsrat eine wichtige Position einnehme, und forderte auch ein Anreizsystem für die öffentliche Verwaltung. Arbeitskosten, so Prinzhorn, seien in Österreich enorm belastet und würden nicht gesenkt, sondern laufend erhöht. Überdies würde in Österreich eine Zwei-Klassen-Gesellschaft gefördert. Warum sollen Arbeiter schlechter gestellt sein als Angestellte, fragte Prinzhorn. "Rot und Schwarz stellen den Unternehmungsgründen viele Barrieren hin, die wir wegräumen wollen", betonte Prinzhorn.

Eine Budgetpolitik sollte eigentlich die Pensionen sichern, denn Österreich habe neben Deutschland das desolateste Pensionssystem in Europa. "In einem Land mit einer Zwei-Klassen-Gesellschaft, in dem die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer würden, fühle ich mich nicht wohl, daher bin ich wieder in die Politik gegangen", schloß Prinzhorn. (Schluß)

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