AK: Mehr Sicherheit auf der Straße

Überholverbot für LKW richtige Maßnahme. Jetzt muß die LKW- Maut kommen

Wien (OTS) – Mehr Sicherheit für Reisende, Pendler und LKW-Fahrer: Das bringt das abschnittsweise Überholverbot für LKW auf Österreichs Autobahnen, ist die AK überzeugt. Pilotprojekte zeigen, dass mit dieser Maßnahme die Unfälle mit LKW-Beteiligung um bis zu 25 Prozent zurückgehen. Und es ist höchste Zeit, dass gehandelt wird, denn der Schwerverkehr nimmt rasant zu. Ein
endloser "Brummi-Wurm" ist wegen des Überholverbots nicht zu befürchten, wird dieses doch nur auf bestimmten, besonders gefährlichen Streckenabschnitten gelten. Die AK fordert als nächsten Schritt eine wirksamere Kontrolle der Lenk- und
Ruhezeiten der LKW-Fahrer, denn übermüdete Brummi-Lenker verursachen immer wieder gefährliche Unfälle. Außerdem muß endlich die kilometerabhängige Maut für den Schwerverkehr eingeführt werden.****

Für die AK ist jede Maßnahme wichtig, die für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgt. Das Überholverbot für LKW auf bestimmten Autobahnabschnitten ist so eine Maßnahme. In Niederösterreich wurde ein Überholverbot 1995 erlassen, und dort gingen die Unfälle mit schweren Lastkraftwägen um 25 Prozent zurück. Ähnliche Erfahrungen hat man in Italien gemacht, und auch Deutschland denkt jetzt an die Einführung eines Überholverbotes für LKW. Befürchtungen, es könne zu Staus und Lieferverzögerungen kommen, teilt die AK nicht. Das Überholverbot soll ja nur für besonders gefährliche Streckenabschnitte gelten, und auch das nur am Tag. So wird etwa nur ein Viertel der gesamten Südautobahn unter das Überholverbot fallen.

Oft kommt es zu Unfällen, weil die LKW-Fahrer die Lenk- und Ruhezeiten durch den Druck ihrer Arbeitgeber nicht einhalten können. Die Einhaltung der Sozial- und Verkehrsvorschriften muss also besser überprüft werden, fordert die Arbeiterkammer. Wichtig ist der AK, dass nicht die Lenker bestraft werden, sondern die Arbeitgeber, die die Fahrer zur Verletzung der Vorschriften nötigen. Wenn Lenkzeiten überschritten werden, sollte das Fahrzeug abgestellt werden müssen. Strafmandate für die Lenker lehnt die AK ab.

Die derzeit mangelhafte Kontrolle der Sozialvorschriften und die fehlende Kostenwahrheit führt zu Wettbewerbsverzerrungen, die auch Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit haben. Die AK fordert deswegen erneut die Einführung der kilometerabhängigen Maut für LKW.

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