Innerhalb von 10 Jahren 72.000 Kinder weniger!

Familien-Volksbegehren ist Barometer für die Zukunft der Familien in Österreich

Wien (OTS) - Neun Tage vor Start des Familien-Volksbegehrens
zeigen neue Berechnungen der Geburten einen Baby-Crash für Österreich an. Gibt es heuer noch 510.000 Kinder unter sechs Jahre, so verringert sich diese Zahl in nur zehn Jahren um 72.000 auf 438.000 Kinder. Die Zahl der Tafelklassler im Jahr 2009 verringert sich um 18.700 Schüler gegenüber 1999. Das bedeutet bei einer durchschnittlichen Klassenzahl von 20 Schülern 935 Lehrer weniger. Auch im Produktions- und Absatzbereich in allen von Kindern und Familien abhängigen Branchen bedeutet das natürlich eine 20 %ige Verringerung gegenüber heuer.

"Diese katastrophale Entwicklung lässt sich nicht länger verdrängen, denn kaum eine andere Prognose ist wissenschaftlich so exakt belegbar wie die der Bevölkerung. Das Familien-Volksbegehren wird daher auch ein Barometer für die Zukunft der Familien in Österreich sein" betonte Mag. Otto Gumpinger, Präsident des Österreichischen Familienbundes.

Fertilitätsrate: In Europa geht"s bergab

Österreich steht derzeit bei einer Geburtenrate von 1,36 Kindern pro Frau und befindet sich damit im untersten Bereich der europäischen Länder. Nur in Spanien, Italien und Griechenland liegt die Fertilitätsrate noch niedriger. Den größten Rückgang mußte allerdings Schweden verzeichnen, wo die Geburtenrate seit 1990 um fast 30 % gesunken ist und derzeit bei 1,5 Kindern pro Frau liegt. Um die Zahl der Kinder in einem Land zu halten ist eine Fertilitätsrate von 2,1 notwendig. Österreich erreichte diesen Wert zuletzt 1972, seit damals ist die Zahl der Geburten kontinuierlich gesunken.

Wie kann man diese Entwicklung stoppen?

Tatsache ist, dass sich die Österreichischen Paare mehr Kinder wünschen, als sie tatsächlich bekommen. Mehr als die Hälfte der Eltern (53%) wollen zwei Kinder, nur ein Drittel kann dies verwirklichen.

Das Familien-Volksbegehren soll helfen, die Lücke zwischen Kinderwunsch und Wirklichkeit zu schliessen. Familienpolitische Massnahmen, wie das Karenzgeld für alle und in weiterer Folge das Kinderbetreuungsgeld werden jungen Paaren die Entscheidung für Kinder erleichtern.

Achtung: Familiengelder sind gefährdet!

Die Wichtigkeit des Familien-Volksbegehrens zeigt sich daran, dass in den letzten Wochen massive Angriffe auf die Gelder des Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) erfolgt sind. Die Auflösung des FLAF käme einem "Aus" aller Familienförderungen gleich. Es ist für Familien unzumutbar zu Bittstellern beim Finanzminister zu werden, der nach politischer Willkür über die Auszahlung der Familienbeihilfe entscheiden könnte. Familienpolitik ist keine Sozialpolitik, sondern der notwendige Ausgleich zwischen jenen die Kinder haben und jenen die - aus welchen Gründen auch immer - keine haben.

Pension: Mütter stark benachteiligt

Eine wesentliche Forderung des Familien-Volksbegehrens ist eine gerechte Pension für Mütter. Die Statistik zeigt, dass mit zunehmender Kinderzahl die Höhe der Pension deutlich abnimmt: Erhält eine Frau mit einem Kind durchschnittlich noch fast 12.000 Schilling Pension, so reduziert sich die Pensionshöhe bei zwei Kindern auf 9.865 Schilling und bei fünf Kindern auf die Hälfte (5.959 Schilling). Der Familienbund setzt sich dafür ein, dass die Kinderbetreuungszeiten pensionsbegründend wirken und für jedes Kind vier Jahre angerechnet werden, unabhängig von der zeitlichen Abfolge der Geburten.

Familien-Volksbegehren wird prominent unterstützt

Neben der breiten Unterstützung des Volksbegehrens duch eine Plattform (mit dabei u.a. der Katholische Familienverband Österreichs, Arbeitsgemeinschaft der Bäuerinnen, Österreichisches Hilfswerk, Schülerunion, Hausfrauenunion, KÖF) haben in den letzten Tagen auch Prominente aus Kunst, Kultur und Sport spontan ihre Unterstützung für das Familien-Volksbegehren zugesagt:

Barbara Wussow und Albert Fortell, Folke Tegetthoff, Christiane Hörbiger und Gerhard Tötschinger, Willi Dungl, Anton Polster, Roswitha Steiner und Langlauf-Weltmeister Alois Stadlober haben ein "Herz für Familien".

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