ARBÖ unterstützt lokale Lkw-Überholverbote auf gefährlichen Autobahnabschnitten

Wien (ARBÖ) - In den letzten zwölf Jahren hat sich der Lkw-Verkehr verdreifacht. Allein die Wiener Außenringautobahn wird von annähernd doppelt so vielen Lkw befahren wie der Brenner. Nach Mitteilung des ARBÖ ist die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer bei Unfällen mit Lkw-Beteiligung auf Autobahnen im ersten Halbjahr um 20 Prozent gestiegen.

Der ARBÖ unterstützt daher die Verordnung von Bundesminister Dr. Caspar Einem, die auf jenen Autobahnabschnitten, die eine besonders hohe Lkw-Unfallrate aufweisen, ein Lkw-Überholverbot vorschreibt. Auf der Westautobahn sind davon 49 Prozent, auf der Südautobahn 25 Prozent der Fahrstrecke betroffen. Ein
gleichartiges Verbot, das seit mehreren Jahren auf Teilen der A1
in Niederösterreich und seit einigen Monaten auf der Inntal- und Brennerautobahn eingeführt wurde, hat sich sowohl in der Unfallbilanz als auch bei der Flüssigkeit des Verkehrs bewährt. Die Lkw-Unfälle sind in diesen Bereichen um 25 Prozent zurückgegangen. Nach Ansicht des ARBÖ wäre es verantwortungslos, diese positven Erkenntnisse der Unfallforschung nicht umzusetzen.

Neben den regionalen Überholverboten sind nach Ansicht des ARBÖ aber noch zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Dazu zählt in erster Linie die Kontrolle der Lenkzeiten und die Abstandskontrolle. Übermüdung und zu geringe Sicherheitsabstände sind häufige Unfallursachen. Da durch diese Maßnahme der Pkw-Verkehr verstärkt auf den linken Fahrstreifen konzentriert wird, sollten die
Hinweise auf Ausfahrten auch am Mittelstreifen angebracht werden. Damit soll das rechtzeitige Einordnen in die Lkw-Kolonne
erleichtert werden.

Die vorgesehenen Überholverbote werden durch die entsprechenden Verkehrszeichen kundgemacht. Die Tafeln werden noch im September aufgestellt werden, informiert der ARBÖ.

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