Wirtschaft verhindert generelles Lkw-Autobahn-Überholverbot

Jedoch zeitliche Ausnahme nur in der Nacht zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr unzureichend

PWK - "Die massiven Proteste der Wirtschaftskammerorganisation haben bei Verkehrsminister Caspar Einem offenbar ein Umdenken bewirkt", erklärt Roderich Regler, Leiter der Abteilung für Verkehrspolitik der Wirtschaftskammer Österreich, nach der Verhandlungsrunde im Verkehrsministerium am Nachmittag des 31. August. "Das vom Verkehrsminister angekündigte generelle Überholverbot auf Autobahnen für Lkw über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht ab 15. September wird nun doch nicht kommen. Vielmehr werden auf der Basis von Unfalluntersuchungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit weitere punktuelle Überholverbote auf der Westautobahn, der Südautobahn, der Wiener Außenringautobahn und der Linzer Autobahn verhängt. Derartigen Erfordernissen hat sich die Wirtschaftskammerorganisation schon bisher nach eingehenden Überprüfungen nicht verschlossen", betont Roderich Regler. ****

Vom 3. bis zum 9. September sollen nun in Ortsverhandlungen die genauen Streckenabgrenzungen und die Detailmaßnahmen (Verkehrszeichen, Sperrlinien und dergleichen) festgelegt werden. Experten der Landeskammern wird dabei die Teilnahme möglich sein. "Wichtig ist auch, daß die einzelnen Überholverbote nicht überfallsartig durch Verlautbarung im Rundfunk kundgemacht werden, sondern erst dann gelten, wenn die Verkehrszeichen aufgestellt sind", unterstreicht Regler.

Die Wirtschaftskammer Österreich hat vor allem verlangt, dass nach Überholverbotsstrecken ausreichend lange Abschnitte zum Überholen für Lkw vorhanden sein müssen, was vom Verkehrsressort zugesagt wurde. "Ein besonderes Anliegen ist auch die zeitliche Einschränkung der Überholverbote auf die Spitzenzeiten des Verkehrs", fordert Regler. "Zumindest zwischen 20.00 Uhr und 6.00 Uhr, ferner aber auch zwischen 10.00 Uhr und 15.00 Uhr, sollten die Lkw-Überholverbote nicht gelten." Die vom Verkehrsministerium zugestandene Ausnahme lediglich für die Zeit von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr ist aus der Sicht der Wirtschaft unzureichend und durch den Verkehrsablauf nicht gerechtfertigt.

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