HAIDER: FPÖ ist Hoffnungsträger für viele Österreicher

FPÖ-Obmann schlägt Thomas Prinzhorn als Spitzenkandidaten für die Nationalratswahlen vor

Wien, 1999-08-31 (fpd) - Im Sommer habe die FPÖ gute Voraussetzungen für den Wahlkampf geschaffen, erklärte FPÖ-Bundesobmann Dr. Jörg Haider zu Beginn seiner Rede bei der heutigen erweiterten Bundesparteileitungssitzung der Freiheitlichen im Wiener Hotel Forum. ****

An der Wahlfront höre man derzeit schon massives Waffengeklirr, Rot und Schwarz würden aufeinander losgehen. Die Freiheitlichen würden dies mit relativer Gelassenheit mitansehen. Die FPÖ habe sich daran nicht beteiligt, sondern den Menschen klar gesagt, was sie verändern wolle, erklärte Haider. Zum Streit der Koalitionsparteien meinte er, daß es nach 13 Jahren Großer Koalition unmöglich sei, den Eindruck einer Meinungsverschiedenheit vorzutäuschen. SPÖ und ÖVP seien gemeinsam für die Zustände in Österreich verantwortlich.

Am 3. Oktober habe die FPÖ die Chance, die ÖVP dauerhaft zu überholen. Wenn die FPÖ Nummer Zwei werde, katapultiere sie damit die ÖVP aus der Koalition hinaus. Das Tabu der Großen Koalition sei nicht mehr zeitgemäß. Wörtlich sprach Haider von einer Herrschaft der Dilettanten. Diese zu beenden gehe aber nur mit einem überzeugenden Wahlergebnis.

Es sei eine hohe Erwartungshaltung der Bevölkerung gegeben, führte Haider weiter aus. Die Themen seien da. Haider erinnerte hier an die Lehrlingsarbeitslosigkeit, an den Skandal um Euroteam, an den Kinderbetreuungsscheck, an die Arbeitsplatzpolitik und an den hohen Ausländeranteil. Man müsse mit den Mißständen aufräumen. Der Koalition warf Haider auch Doppelzüngigkeit vor und erinnerte hier an die Auseinandersetzung um die Getränkesteuer, die Sonntagsarbeit, die Lohnnebenkosten und die Kammerumlage 2.

Das Ergebnis der Nationalratswahl werde aber auch eine Frage der Glaubwürdigkeit sein, betonte Haider. Hier habe die FPÖ einen großen Vorteil, da sie am Beispiel Kärnten bewiesen habe, daß sie in 100 Tagen mehr Lösungskompetenz vorweisen könne als die Bundesregierung in 13 Jahren. Als Beispiele nannte Haider hier die Mietensenkung, die Strompreissenkung, Bekämpfung von Proporz und Parteibuchwirtschaft und das Pilotprojekt Kinderscheck, das morgen in zwei Kärntner Gemeinden in Kraft trete. Haider stellte die Frage, wer die Regierung daran gehindert habe, all diese Maßnahmen im Laufe der letzten Jahre umzusetzen. An der Umsetzung dieser Dinge in Kärnten sehe man, wie wichtig die FPÖ sei. Für Rot und Schwarz habe die Partei noch immer Vorrang vor dem Menschen. Der FPÖ hingegen sei es egal, wo jemand stehe; Wenn es der Gerechtigkeit diene, nehme sie ihre Verantwortung wahr.

Die FPÖ sei Hoffnungsträger von vielen Menschen in diesem Lande. "Die Menschen müssen spüren: Wir sind da", betonte Haider. Die Umfragen seien nicht schlecht, es gebe ein Kopf an Kopf-Rennen, aber die Wahl sei noch nicht gelaufen. Die FPÖ werde massiv attackiert werden, weil tausende rot-schwarze Funktionäre echte Existenzangst hätten. Das starre System müsse aufgebrochen werden. Je mehr politischen Einfluß die Freiheitlichen hätten, desto mehr würden sie SPÖ und ÖVP auf die Schliche kommen.

Die Forderung nach dem Kinderbetreuungsscheck tue den Sozialisten ins Mark hinein weh, erklärte Haider. Dieses Thema sei hundertprozentig richtig. Kritik übte Haider in diesem Zusammenhang auch an Finanzminister Edlinger, der seine Finger vom Familienlastenausgleichsfonds lassen solle. Man müsse sich einmal um das Geld kümmern, das Edlinger im Ausland investiert habe. Als Beispiel nannte Haider die Wiederauffüllung des Entwicklungshilfefonds in Höhe von 1,2 Mrd. Schilling.

Trotz massiver Propagandabemühungen der Regierungsparteien hätten die Freiheitlichen eine gute Ausgangsposition. Bundeskanzler Klima laufe sich von Tag zu Tag mehr tot. "Die Strahlkraft bleibt hinten, wenn die Ideen nicht kommen", so der FPÖ-Obmann. Die ÖVP sei kein wirklicher Gegner, sondern Bestandteil der Einheitspartei. Nach dem 3. Oktober werde es wieder eine Große Koalition geben, die aber dann in Wirklichkeit eine Kleine Koalition sein werde, wenn die FPÖ ihre Sache gut mache. Man müsse den Menschen signalisieren, daß sie eine wirksame politische Vertretung hätten, die sich ihrer Anliegen annehme. Eine Befreiung von der Arroganz der rot-schwarzen Funktionäre sei notwendig.

Für diese Wahl brauche die FPÖ ein gutes Team, betonte Haider. Die Vorarbeit dazu sei gemacht, dieses Team habe sich mittlerweile herauskristallisiert. Man brauche aber auch einen Spitzenkandidaten. "Ich schlage daher jemanden vor, der immer als erster sein Ziel erreicht hat, dem kein Berg zu hoch ist und der die Wirtschaftspolitik von der Pike auf gelernt hat, nämlich Thomas Prinzhorn", schloß Haider. (Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 / 5620

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC