Gewerbeordnung: Weniger Meisterbetriebe = weniger Lehrstellen

Achleitner begrüßt "ansteigende Lernkurve bei den Blockierern und Verhinderern im sozialistischen Lager"

Wien (PWK) - "Ich begrüße die ansteigende Lernkurve bei den notorischen Blockierern und Verhinderern aus dem sozialdemokratischen Lager. Aber, wer neue Meisterbetriebe verhindert, gibt der Jugend keine Chance auf eine qualifizierte Ausbildung", kommentiert Friedrich Achleitner, Obmann der Bundessektion Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich, die heute von der SPÖ im Wahlkampf "aufgewärmten" Vorschläge zur Novellierung der Gewerbeordnung. Wie SPÖ-Wirtschaftssprecher Kurt Heindl bestätigt, stammen die Vorschläge aus einem Papier, das bereits im März mit ÖGB und Arbeiterkammer abgestimmt wurde. ****

Die SPÖ nimmt nach drei Jahren endlich jene Beschränkungen für Teilgewerbe zurück, die sie mit allem Nachdruck und in Verteidigung ihrer Verhandlungsposition bei den Kollektivverträgen in der Novelle der Gewerbeordnung 1997 erzwungen hat", stellt Achleitner fest. Das betrifft vor allem die Beschränkung der Teilgewerbe in der Zahl der Mitarbeiter, das Verbot, Lehrlinge auszubilden und ihr Veto gegen zahlreiche attraktive Teilgewerbe, die Wirtschaftsminister Farnleitner und die Wirtschaftskammer Österreich im Rahmen der Begutachtung eingebracht haben.

Achleitner bestätigt die Aussagen Heindls "wir wären verrückt, wenn wir am Qualifikationsniveau unserer Gewerbe- und Handwerksbetriebe rütteln würden". Lehrlinge sollen laut Heindl auch weiterhin nur in Meisterbetrieben ausgebildet werden. "Wenn jedoch die Zahl der unqualifizierten Selbständigen steigt und dadurch immer weniger Unternehmer die Meisterprüfung ablegen, dann wird automatisch die Zahl der Lehrstellen sinken und die Zahl der Insolvenzen steigen", befürchtet Achleitner. Die SPÖ sollte endlich aufhören, die Meisterprüfung zu disqualifizieren, wenn sie die Situation auf dem Lehrstellenmarkt verbessern will. 60 Prozent aller Lehrlinge werden in den Meisterbetrieben des Gewerbe und Handwerks ausgebildet.

"Wer die Meisterprüfung für ein unersetzliches international geschätztes Gütesiegel und Markenzeichen hält, der sollte die Bundesregierung eher dazu auffordern, eine groß angelegte Kampagne für unsere Meisterbetriebe in Angriff zu nehmen. Herummäkeln hilft niemandem, am wenigsten den engagierten Lehrlingen und tüchtigen Gesellen."

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