Schulleiterbestellung: Für LiF-Alkier Kniefall vor "Stahlhelm-Proporzlern"

Neues Modell ist nicht einmal mehr eine Alibiaktion zur Objektivierung und zur Einbindung der Schulen

Wien (OTS) Im Juni, als der Wiener Stadtschulratspräsident Scholz im Alleingang eine Weiterentwicklung des Bestellungsmodells für DirektorInnen vorgestellt hatte, wies dies ansatzweise in die richtige Richtung, wenngleich die Wiener Liberalen die Halbherzigkeit der Reformen als Alibiaktion kritisiert hatten.
Nach dem Sommer, in dem der Präsident Gespräche wohl nicht mit konstruktiven Kräften, sondern höchstens mit Stahlhelm-Proporzlern und personal-"vertretenden" SPÖVP-Verhinderern geführt haben dürfte, bleibt laut Wolfgang Alkier, Bildungssprecher der Wiener Liberalen, von Reformen nichts mehr übrig.

"Mehr Mitsprache der Schulen, insbesondere auch der Eltern und SchülerInnen, bei DirektorInnenbestellungen wäre ebenso zu begrüßen, wie die Einschaltung von privaten Personalbüros. Leider gibt es beim jetzigen Entwurf per saldo für die Schulen keine Verbesserung, und in den sogenannten Assessment-Verfahren sitzen plötzlich auch wieder die Schulaufsichts-"Proporzzwillinge" anstelle der SchulvertreterInnen oder wenigstens der kontrollierenden Opposition", kritisierte heute Alkier.

Nach dem ganzen Tamtam zur Verbesserung des Modells und dem nun erfolgten Kniefall vor den "Stahlhelm-Proporzlern" sei nicht einmal mehr eine Alibiaktion zur Objektivierung und zur Einbindung der Schulen übriggeblieben. Alkier wünsche sich, dass bei künftigen Gesprächen zur Weiterentwicklung endlich alle Beteiligten eingeladen werden, damit es ein konstruktives Gegengewicht zu den tonangebenden Verhinderern und Pfründewirtschaftlern geben könne.

"Mittelfristig sollen Schulen diese Entscheidungen autonom treffen, wobei sichergestellt werden muss, dass einzelne LehrervertreterInnen diesen Prozess nicht zum Nachteil der Schule dominieren. Kurzfristig muss durch stärkere Einbeziehung der Opposition gewährleistet werden, dass die Wiener Schulen nicht weiter nach einem rot-schwarzen Proporzschlüssel aufgeteilt werden", so Alkier, der die Frage der Auswahl der jeweiligen Personalbüros als Beispiel dafür nannte, dass auch weiterhin unter dem Mäntelchen der Objektivierung Bestellungen nach Proporz erfolgen könnten.

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