NÖ Krankenhäuser:

Eigene Kommission für Qualitätssicherung

St.Pölten (NLK) - "Qualitätskontrolle und -sicherung wird in den NÖ Krankenhäusern großgeschrieben", betonte heute Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka in St.Pölten. Mit der leistungsorientierten Krankenhausfinanzierung habe man ein Qualitätssicherungssystem eingeführt, mit dem sich eine eigene Abteilung im NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) beschäftigt. Seit Juni gebe es eine eigene Qualitätssicherungskommission. Sie besteht aus ärztlichen Direktoren und Pflegedirektoren, dem Vorsitzenden des NÖ Landessanitätsrates, dem Chefarzt der NÖ Gebietskrankenkasse, dem leitenden Direktionsarzt der BVA und jeweils einem Vertreter der Sanitätsdirektion und der Ärztekammer. "Ziel ist es, medizinische Fehlleistungen von vornherein möglichst zu verhindern", unterstrich Sobotka. Die Qualität werde mit einer Reihe von Projekten gewährleistet. Beispielsweise sollen die ärztliche Dokumentation verbessert und "Behandlungspfade" in allen Bereichen eingeführt werden.

Für die Qualitätskontrolle erstellte der NÖGUS Mindeststandards. Danach erfolgt eine Datenanalyse. Ergeben sich dabei Auffälligkeiten, so werden Krankengeschichten genau überprüft, 1998 waren es 2.000. In umstrittenen Fragen wird eine Expertenkommission einberufen.

Eine kürzlich durchgeführte Studie des ÖGM-Institutes, die von der NÖ Ärztekammer in Auftrag gegeben wurde, ergab, daß 90 Prozent der Bevölkerung mit dem Gesundheitssystem zufrieden ist. 80 Prozent sind mit der Betreuung im Krankenhaus zufrieden. "Medizinische Komplikationen sind keine ärztlichen Fehler. Diese beiden Bereiche werden immer wieder verwechselt", erklärte der Präsident der NÖ Ärztekammer, Dr. Gerhard Weintögl. Außerdem seien die Patientenrechte ausreichend gesetzlich verankert. Die Patienten hätten Anspruch auf Information oder auch auf psychologische Betreuung. Seit fünf Jahren gebe es zudem den NÖ Patientenanwalt, seit 1989 die Patientenschiedsstelle. Die Schiedsstelle dient dazu, den Betroffenen ärztlicher Fehler finanzielle Entschädigungen zukommen zu lassen. Von 1996 bis 1998 wurden insgesamt 184 Fälle behandelt, 60 Prozent wurden positiv erledigt. 19,3 Millionen Schilling wurden von den Versicherungen an Entschädigungen ausbezahlt.

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