ots Ad hoc-Service: RINOL AG <DE0007051807> Halbjahresergebnisse

Frankfurt (ots Ad hoc-Service) - Für den Inhalt ist allein der Emittent verantwortlich

Erste Anzeichen für wieder stärkeren Markt - Auftragsbestand erreicht Rekordvolumen - Restrukturierung wird beschleunigt

Konzernleistung steigt um 5 Prozent

Die RINOL AG, mit Sitz in Renningen, europaweit Marktführer bei der Entwicklung und Applikation von Hochtechnologie-Böden, hat im ersten Halbjahr 1999 trotz schwierigem Marktumfeld und vorgezogener Restrukturierungsmaßnahmen ein - wenn auch im direkten Zeitvergleich niedrigeres - positives operatives Ergebnis in Höhe von rund 4 Mio. DM erwirtschaftet. Der Auftragsbestand stieg auf ein Rekordvolumen. Der Grund für den Ergebnisrückgang liege, so Kurt-Jörg Gaiser, Hauptaktionär und Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, vor allem darin begründet, dass RINOL die für die kommenden Jahre geplanten Restrukturierungsmaßnahmen derzeit massiv vorziehe. RINOL erkenne die ersten Markt-Silberstreifen am Horizont, so Gaiser. Nach Jahren des Margendrucks und der Wettbewerbsbereinigung biete der Markt nun wieder neue Chancen. RINOL wolle so fit wie möglich an diesem Wiederaufschwung teilnehmen. Deshalb würde das Unternehmen nun forciert restrukturiert. Die Kosten allein für diese Maßnahmen lagen im ersten Halbjahr bei 3 Mio. Mark und belasteten das Ergebnis einmalig. Für das laufende Jahr rechnet Gaiser mit weiterhin hohen Aufwendungen in die vorgezogene Restrukturierung, aber auch mit bereits deutlich besseren Ergebnissen als im ersten Halbjahr.

Die Gesamtleistung des Unternehmens ist trotz des Verkaufs eines Geschäftsfeldes und der Schließung unrentabler Standorte um fünf Prozent auf rund 260 Mio. DM gestiegen. Die Produktivität stieg um zehn Prozent und damit deutlich stärker als im Vorjahreszeitraum. "Das zeigt", so Uwe Distel, Finanzvorstand der RINOL AG, "dass unsere Maßnahmen greifen. RINOL wird punktgenau zum Einsetzen des Markt-Aufschwungs durchtrainiert bis in die letzte Faser sein."

Nicht zuletzt aus diesem Grund, so Gaiser ergänzend, baue RINOL seine Wettbewerbsposition auch im Ausland gezielt weiter aus. So wurde zuletzt das Asien-Engagement mit einer Firmen-Übernahme in Malaysia und dem geplanten Aufbau einer Produktion deutlich ausgebaut. Im laufenden Jahr plant RINOL in Asien einen Umsatz von mehr als 20 Mio. Mark, der bis 2000 auf 30 Mio. Mark steigen soll. Gaiser sagte jetzt zeige es sich, dass es richtig gewesen sei, einerseits trotz Asienkrise an den Engagements festzuhalten, andererseits die Krise zu nutzen, um gezielt Positionen in Asien auszubauen. Der Auslandsanteil an der Gesamtleistung stieg um 34 Mio. DM auf 149 Mio. Mark. Damit stammen nunmehr 57 Prozent der Gesamtleistung aus dem Ausland.

Der Auftragsbestand stieg auf ein neues Rekordvolumen an. Derzeit verfügt RINOL über einen "Arbeitsvorrat" in Höhe von rund 200 Mio. Mark. Damit ist die Grund-Auslastung bis in das Jahr 2000 hinein gesichert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres reichte der Auftragsbestand erst für 4,3 Monate. RINOL Vorstandschef Gaiser: "Wir nehmen immer mehr Aufträge herein, die außer RINOL nur ganz wenige Hersteller in der Welt abwickeln könnten. Dabei handelt es sich z.B. um Hochtechnologie-Böden für Hersteller in der Chip-, Computer- und Automobilindustrie. Wir sind jetzt weltweiter Technologieführer und werden diese wissensbasierte Geschäftsstrategie weiter deutlich ausbauen, nicht zuletzt auch wegen der damit erzielbaren höheren Margen." Die Zahl der Mitarbeiter erreichte 1750 Beschäftigte.

Gaiser sagte, RINOL befinde sich nun nach den Phasen der Internationalisierung und des stürmischen Wachstums beim Umsatz in der dritten und entscheidenden Phase. Man sei nun dabei, auf der Basis der erreichten Markt- und Technologieführerschaft in wesentlichen Regionen und Arbeitsgebieten den Konzern neu zu formen. Arbeitsgebiete mit einem Umsatzanteil von immerhin 10 Prozent würden völlig neu geordnet und ausgerichtet. Gleichzeitig werde man Unternehmensteile, die nicht in die ergebnisorientierte Führung von RINOL passten, abgeben; andererseits werde man weiterhin die Marktstellung auch über Akquisitionen anderer Unternehmen stärken. Dabei sei das primäre Kriterium der Übernahmeziele mit Erreichen der jetzigen Marktbedeutung von RINOL nicht Umsatz, sondern Qualität, Gewinn und Marktstellung.

Für das Gesamtjahr zeigte sich Gaiser vorsichtig zuversichtlich. Er gehe davon aus, dass die Restrukturierung einerseits nochmals einmalige Kosten verursache. Andererseits sei erkennbar, dass das Geschäft, nicht zuletzt aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen anziehe. Gaiser erwartet, dass das Ergebnis des zweiten Halbjahres über dem Vergleichswert des Vorjahres sowie über dem Wert der ersten sechs Monate liegen werde.

Ende der Mitteilung

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HER/OTS AD HOC-SERVI