Pan-europäische Studie unterstreicht als Meilenstein die regionalen Unterschiede in der kardiovaskulären Versorgung

Barcelona/Spanien (ots-PRNewswire) - ENACT Studie deutet darauf
hin, dass die instabile Angina in ganz Europa häufiger auftritt als myokardiale Infarkte. Europaweit bestehen starke Unterschiede darin, wie Patienten mit instabiler Angina (unstable angina - UA) und myokardialen Infarkten (myocardial infarction - MI) - schwere Herzerkrankungen, die unter dem Begriff "acute coronary syndromes" (ACS) bekannt sind - diagnostiziert und behandelt werden. Die neuen Daten liefern den bisher nicht vorhandenen Beweis, dass die Auftrittsrate von UA im Verhältnis zu MI (1,2 : 1) in ganz Europa ähnlich ist, und dass UA in der Tat häufiger auftritt, so die Forscher auf dem XXIst Congress of the Europena Society of Cardiology.

Die ENACT (European Network for Acute Coronary Treatment) Studie ist die erste pan-euorpäische epidemiologische Studie, die die nationalen Unterschiede in Auftreten, Diagnose und Behandlung von ACS untersucht. In mehr als 20 Ländern wurden vergleichende Daten darüber gesammelt, wie Kardiologen Herzkrankheiten diagnostizieren und behandeln. Bisher hatten sich Studien auf diesem Gebiet immer nur auf koronare Herzerkrankungen im allgemeinen, ausschließlich myokardiale Infarkte oder lediglich auf ein Land bezogen.

"Wir wissen jetzt, dass die instabile Angina als Ursache für Krankenhauseinweisungen häufiger auftritt als MI", sagte Professor Keith AA Fox, Royal Infirmary, Edinburgh, Großbritannien, und Chairman des ENACT Advisory Board. "Auf der Grundlage der ENACT Erkenntnisse sollten Kardiologen beim Einsatz von Behandlungsmodalitäten und Interventionsstrategien im Falle einer vorläufigen Diagnose auf instabile Angina (UA) ebenso entschlossen handeln wie sie das bei einem Patienten mit MI tun."

Die Ergebnisse aus der ENACT Studie wurden auf einem Briefing mit dem Titel "Optimizing Acute Coronary Syndromes Management: A Spectrum of Clinical Approaches" präsentiert und zeigen, dass das Diagnostizieren einer UA eine größere Herausforderung darstellt als eine MI-Diagnose. Das wird durch die Tatsache belegt, daß bei 90 % der Patienten, die mit einer vorläufigen Diagnose auf MI ins Krankenhaus eingeliefert werden, diese Diagnose später bestätigt wird. Dagegen wurden nur zwei Drittel aller vorläufige Diagnosen auf UA und nur die Hälfte aller vorläufigen Diagnosen mit Verdacht auf ACS bei der Entlassung aus dem Krankenhaus bestätigt. Das weist auf die Notwendigkeit verbesserter Diagnose- und Risiko-Stratifikation hin, um die ordnungsgemäße pharmakologische Behandlung und/oder medizinische Intervention bei ACS zu ermöglichen.

In Westeuropa leiden ca. eine Million Menschen im Jahr an ACS. In den vergangenen Jahren ist das Auftreten von MI in den westlichen Ländern wahrscheinlich auf Grund eines größeren Bewusstseins und einer besseren Behandlung der Risikofaktoren, wie Rauchen und Bluthochdruck zurück gegangen. Darüber hinaus bedeuten die Fortschritte in der Behandlung, wie die weit verbreitete Thrombolyse-Therapie und Primär-Angioplastie, dass mehr Patienten MI überleben können.

Inzwischen steigt die Vorstellung bei Verdacht auf UA mit der zunehmenden Erkenntnis bei Klinikern und medizinischen Laien darüber, dass es sich um eine Vorstufe von MI handeln kann. UA ist keine exakte Diagnose und kann sich auf eine heterogene Patientenpopulation beziehen.

Die ENACT Studie zeigt ferner die Schwere von UA, wenn sie nicht erkannt wird. Die Daten zeigen, daß MI und UA ähnliche Sterblichkeitsraten im Krankenhaus aufweisen: 6 % bei MI im Vergleich zu 5 % bei UA mit Übergang zu MI (diese Zahlen sind niedrig, möglicherweise, weil frühe Todesfälle herausgenommen wurden). Diese Ergebnisse unterstreichen weiter die Annahme, dass UA so häufig und so schwerwiegend ist wie MI und dass überzeugende Schritte unternommen werden müssen, um Patienten besser zu diagnostizieren und zu therapieren.

"Wir haben alle zusammen signifikante Fortschritte im Kampf gegen MI gemacht", sagte Professor Dennis V. Cokkinos, Cardiology Department, Onassis Cardiac Surgery Centre, Athen, Griechenland und Mitglied im ENACT Advisory Board. "Die ENACT Ergebnisse deuten sehr stark darauf hin, daß wir unsere konzentrierte Aufmerksamkeit jetzt auf die Steigerung des Bewusstseins und des Verständnisses für die instable Angina richten müssen. Unsere nächste Herausforderung liegt darin, einen europäischen Konsens darüber zu schaffen, wie diese Krankheit diagnostiziert und behandelt wird." Die ENACT Studie wurde von Schering-Plough Pharmaceuticals im Rahmen ihrer Verpflichtung gesponsort, die Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen zu verbessern.

ots Originaltext: European Network for Acute Coronary Treatment
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