Hager: Kommission: "Erbsünden brechen auf"

Wird Lamy erwartungsgemäß zum Stolperstein?

Wien, 1999-08-30 (fpd) - "Wie ich schon vor Wochen angekündigt habe, stolpert die geplante Kommission Prodi nun über die Sünden der Delors-Vergangenheit. Sollten sich die Vorwürfe gegen Pascal Lamy nicht restlos ausräumen lassen, wäre eine Zustimmung des Europäischen Parlaments zu dieser Kommission glatter Vertragsbruch. Dann wäre die Union erst recht in einer schweren Krise." Mit diesen Worten kommentiert der freiheitliche EU-Parlamentarier Prof. Dr. Gerhard Hager die jüngst veröffentlichten Vorwürfe gegen den geplanten Handelskommissar Lamy. ****

Allein der Umstand, mit Exporterstattungsbetrug und Begünstigung durch den zweiten Weisenratsbericht ernsthaft in Zusammenhang gebracht zu werden schlösse Lamys Qualifikation als Kommissar aus.

"Prodi hatte die Chance, einen völligen Neustart mit neuen Gesichtern und neuen Ideen zu vollziehen. Sein Rückgriff auf Figuren aus der EU-Vergangenheit scheint sich nun zu rächen," meint Hager.

Er hoffe nur, daß in dieser Situation nicht wiederum der Grundstein für die nächste schwere Krise der Union gelegt wird. Immerhin hätte das Parlament eine Entscheidung zu treffen, welche die europäische Wirklichkeit für fünf Jahre prägen wird.

"Noch ist alles offen. Die EU-Parlamentarier dürfen nur nicht vergessen, wem gegenüber sie verantwortlich sind: nämlich ihren jeweiligen Wählerinnen und Wählern, den Bürgern dieser Union die diese immer noch finanzieren," schloß Hager. (Schluß)

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