Feurer: Biodiesel - Beschäftigungseffekte und Umweltwirkung fraglich

Autohersteller verweigern bei Verwendung von Biodiesel Gewährleistung

St. Pölten, (SPI) - "In Sachen Biodiesel betreibt die ÖVP gemeinsam mit der FPÖ ein fahrlässiges Politspiel auf dem Rücken der Bauern und der Konsumenten. Die Studie "Bioenergie-Cluster-Österreich" aus dem Jahr 1998, die das Landwirtschaftsministerium, das Umweltministerium, das Wirtschaftsministerium, das Wissenschafts- und Verkehrsministerium in Auftrag gegeben haben, ist zum Schluss gekommen, dass eine verpflichtende Beimengung von Biodiesel nicht empfohlen werden kann. Die Beimengung von 2 Prozent Biodiesel würde österreichweit nicht nur einen Bedarf von 66.000 Tonnen - achtmal soviel wie die jährliche Ernte und daher entsprechenden Flächenausbau - bedeuten, sondern auch eine Verteuerung von Dieselkraftstoff um 5,5 Groschen pro Liter - 220 Millionen Schilling pro Jahr an Mehrkosten für die Konsumenten und einen Steuerausfall von 300 Millionen Schilling für das Budget. Darüber hinaus wären die Landwirte auf die Agrarsubventionen angewiesen bzw. von den Marktpreisen für Ölsaaten und Getreide abhängig, die entsprechend schwanken", stellt der Umweltsprecher der NÖ Sozialdemokraten, Labg. Werner Feurer, heute fest.****

Weiters übernehmen - und auch das ist für die Konsumenten entscheidend - die meisten Autohersteller für Schäden bei der Verwendung von Biodiesel bzw. eventuell schneller auftretender Verschleißerscheinungen bei den Motoren keine Garantie. Hunderttausende Autobesitzer würden sich schön bedanken, wenn sie aufgrund dieses Sachverhalts gezwungen wären, Reparaturkosten - und diese auch innerhalb von Gewährleistungsfristen - selbst tragen zu müssen. Wenn ÖVP und FPÖ planen, die Autofahrer einem in Summe milliardenschweren Risiko aussetzen zu wollen, dann müssen sie dies auch klar sagen. "Solange diese Argumente nicht sachlich entkräftet werden können, stehen für die Sozialdemokraten die Interessen der Konsumenten und der Steuerzahler im Vordergrund. Wenn neue Untersuchungen bzw. eine Änderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen neue Einschätzungen zulassen, sind die Sozialdemokraten sicher die ersten, die hier die Interessen der Bauernschaft und der Konsumenten vertreten", so Abg. Feurer abschließend.
(Schluss) fa/sa

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