Gefahrenquelle: Schulweg

Jeder 7. Unfall mit Kindern ereignet sich auf dem Weg zur Schule - nächste Woche starten 90.000 Taferlklassler - Tipps für den sicheren Start in den Schulalltag

Wien (OTS) - Jeder 7. Verkehrsunfall, bei dem ein Kind verletzt wird, ereignet sich auf dem Weg zur Schule. Die Statistik weist für das vergangene Jahr 544 Unfälle aus, 581 Schüler wurden verletzt und 4 Kinder verunglückten tödlich. Monat für Monat verunglücken etwa 50 Kinder auf dem Schulweg. Negativer Spitzenreiter ist Oberösterreich mit 118 Unfällen, gefolgt von Wien mit 99 Unfällen, am sichersten waren die Kids im Burgenland unterwegs, hier hat es "nur" 12 mal gekracht.

In der kommenden Woche gehen 90.000 Taferlklassler zum ersten Mal in die Schule. Es ist höchste Zeit, an den Schulweg zu denken. Üben Sie jetzt mit Ihrem Sprößling den richtigen Weg zur Schule. Ihrem Vorbild eifern die Kinder nach. Deshalb:

Werden Sie zum Schulweg-Experten!

Besteht der Schulweg den "Crashtest"? Der kürzeste Weg zur Schule ist nicht immer der sicherste. Zögern Sie nicht, einen Umweg zu machen, wenn er Sicherheitsvorteile bringt. Kritische Unfallstellen sind Kreuzungen. Wählen Sie den Schulweg nach gesicherten Überquerungsstellen aus. Gibt es einen Übergang mit Sicherung durch Exekutive oder Schülerlotse? Gibt es eine Unterführung? Gibt es eine Kreuzung mit Ampelregelung? Ein Zebrastreifen muß zumindest da sein.

Übung macht den Meister: Zuerst gehen Sie gemeinsam den Schulweg ab. Zeigen Sie Ihrem Kind die möglichen Gefahrenstellen und erklären Sie dem Kind, warum es hier gefährlich ist und worauf es achten muß. Beim nächsten Mal lassen Sie sich von Ihrem Kind führen. Dabei sollte es über seine Wahrnehmung und sein Verhalten sprechen. Begleiten Sie Ihr Kind solange, bis Sie davon überzeugt sind, daß es zuverlässig allein zurechtkommt.

Morgenmuffel leben gefährlicher: Wußten Sie, daß morgendlicher Streß das Unfallrisiko vervielfacht? Stehen Sie rechtzeitig auf. Gönnen Sie sich und Ihrem Kind ein leckeres, leichtes Frühstück. Ach ja, Schultasche! Besser schon am Vorabend packen. Falls es doch mal knapp wird, hetzen Sie Ihr Kind nicht, sondern schreiben Sie ihm lieber eine Entschuldigung fürs Zuspätkommen.

Die Unfallzahlen der Vorwoche:

Im Zeitraum 23. 8 bis 29. 8.1999 kamen auf Österreichs Straßen 20 Menschen ums Leben, davon 10 am Wochenende. Bei den 20 tödlichen Verkehrsunfällen kamen 13 Pkw-Insassen, 2 Motorrad-Lenker, 2 Radfahrer, 2 Fußgänger und 1 Traktor-Lenker ums Leben. Unfallursache Nummer 1 war nichtangepaßte Fahrgeschwindigkeit (in 12 Fällen). Die weiteren Unfallursachen: Vorrangverletzung (2), Überholen (2), Übermüdung (2) und Fehlverhalten Fußgänger (1). Bei einem Verkehrsunfall konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden.

Ein Fußgänger und zwei Radfahrer kamen durch Fremdverschulden ums Leben. Alkoholisierung war bei 2 Verkehrsunfällen Mitursache. 11 der 20 Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang waren sogenannte "Alleinunfälle". 3 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. Zwei Fahrzeuglenker hatten keine Lenkerberechtigung.

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