Größte WKÖ-Wirtschaftsmission in den Iran geplant

Maderthaner und rund 80 Firmen begleiten HBP-Besuch - Gute Chancen durch Marktöffnung und steigenden Erdölpreis

PWK - Am 20. September soll eine österreichische Wirtschaftsmission unter Leitung von Wirtschaftskammerpräsident Leopold Maderthaner Bundespräsident Thomas Klestil nach Teheran begleiten. Rund achtzig hochrangige Vertreter von Firmen, die durchwegs über Iran-Erfahrung verfügen, nehmen teil. Bei der von 2. bis 9. Oktober stattfindenden Internationalen Messe Teheran werden sich 32 heimische Firmen, darunter auch einige Erstaussteller, an einem WKÖ-Gemeinschaftsstand beteiligen. ****

Für 21. September ist in Teheran ein österreichisch-iranisches Wirtschaftsforum geplant, das von Bundespräsident Klestil und Staatspräsident Khatami eröffnet werden soll. Bei dem von WKÖ-Präsident Maderthaner und dem Präsidenten der Iranischen Handelskammer geleiteten Forum werden die Teilnehmer der österreichischen Wirtschaftsmission ihre Angebote präsentieren.

Präsident Maderthaner und die österreichischen Firmenvertreter werden in Teheran auch mit iranischen Regierungsmitgliedern zusammentreffen um die Möglichkeiten einer Ausweitung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zu erörtern. Als Themenschwerpunkte werden genannt: Ausbau der Wasserkraft, des Eisenbahnnetzes, der petrochemischen Industrie, Zusammenarbeit bei der Erdölprospektion, Zulieferungen für die Kfz-Industrie. Das langfristige iranische Wirtschaftsprogramm enthält große Ausbauvorhaben für diese Sektoren.

Österreichs Handelsvolumen mit dem Iran betrug 1998 über drei Mrd. S, davon entfielen rund 2,8 Mrd. S auf österreichische Exporte (vorwiegend Investitionsgüter, Maschinen, Industrieanlagen).

Die Importe aus dem Iran (rund 300 Mio S) bestehen hauptsächlich aus Trockenfrüchten (Pistazien), Fruchtkonzentraten und Teppichen.

Rund 20 österreichische Firmen sind im Iran mit eigenen Niederlassungen vertreten. Ein erstes Joint-Venture soll noch heuer in Betrieb gehen, zwei weitere stehen in Verhandlung.

"Die schrittweise Öffnung des Iran löst bei den österreichischen Firmen großes Interesse aus", erklärt Handelsdelegierter Oskar Smrzka (Teheran). Der Iran sei ein traditionell wichtiger Markt. Österreich verfüge über langjährige gute wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen, was bei der Marktbearbeitung zugute komme. Der seit einigen Monaten wieder steigende Erdölpreis verbessere überdies deutlich die Marktchancen.

Ein Problem stellt derzeit freilich die Finanzierung dar, räumt Smrzka ein. Der Rückgang des Erdölpreises in den vergangenen Jahren (Erdöl ist das wichtigste Ausfuhrprodukt des Irans) habe den Iran zu drastischen Devisensparmaßnahmen und Importrestriktionen veranlaßt. Einfuhrlizenzen werden nur für bestimmte Grundnahrungsmittel, Projektausrüstungen und Industriezulieferungen erteilt. Durch die marktkonforme Exportgarantiepolitik der Österreichischen Kontrollbank, von der die heimischen Firmen starken Gebrauch machen, sei es jedoch bisher gelungen, den Marktanteil zu halten und sogar

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