Pharmig-Appell an Politik: Macht Gesundheitswesen zum Thema!

+++Bei den Gesundheitsgesprächen in Alpbach forderte Pharmig-Präsident Dr. Ulrich H. Bode heute, Montag, alle Politiker auf,
das Gesundheitswesen "zum Thema" zu machen. Es sei falsch, von den ÖsterreicherInnen mehr Eigenverantwortung auch in ökonomischer Sicht zu verlangen, ohne ihnen vorher griffige Informationen und harte Fakten als Entscheidungsgrundlage auf den Tisch gelegt zu haben. Daran mitarbeiten müssten jedoch alle am Gesundheitswesen Beteiligten im Sinne eines Integrierten Gesundheitssystems.+++

Wien (OTS)-Bei der heutigen Round-Table-Diskussion zum Thema "Selbstverantwortung und Mitbestimmung im Gesundheitswesen" , plädierte Univ. Prof. Dr. Jean-Pierre Dauwalder von der Universität Lausanne (CH) für Patienten mit mehr Eigenverantwortung und eine "Kultur der Innovation" , um ein "Gesundheitwesen von morgen" zu schaffen. Er forderte die verantwortlichen Politiker auf, geeignete Rahmenbedinungen für ein solches "neues Bild" des Gesundheitswesens festzulegen.

"Den Politikern allein kann man diese Aufgabe nicht zuschanzen,
denn das wäre zu billig", sagte Dr. Ulrich H. Bode, Präsident der Pharmig, Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen, dazu. Ein Gesundheitssystem kann sich nur dann weiter entwickeln, wenn alle verfügbaren Kräfte - die Bürger eingeschlossen - daran mitarbeiten. Dies entspräche auch dem Diskussionspapier der Pharmig, "Das Integrierte Gesundheitssystem" (IGS), das der
Verband vorgelegt hat und welches immer mehr Zustimmung findet.
Bode forderte alle am Gesundheitswesen Beteiligten auf, einen konstruktiven und zielgerichteten Dialog zu einer Optimierung des "grundsätzlich sehr guten" (Bode) österreichischen Gesundheitswesens zu beginnen, der längst überfällig sei.

Zwt.: Bürger haben keine Ahnung, wie das Gesundheitssystem funktioniert

Von der Bevölkerung dürfe man allerdings kein "Wohlverhalten" aus präventivmedizinischer oder gar ökonomischer Sicht verlangen, ohne zuvor eine breite Informationskampagne zum Thema Gesundheitswesen initiiert zu haben, an der alle daran Beteiligten mitarbeiten müssten, sagte Bode. Der Pharmig-Präsident: "Ich stelle die Behauptung auf, dass der Großteil der ÖsterreicherInnen keine Ahnung davon hat, wie das Gesundheitswesen bzw. das Sozialsystem überhaupt funktioniert, wie es zusammenspielt (oder auch nicht), wieviel einzelne Leistungen tatsächlich kosten, oder ähnliches. Es ist also kein Wunder, dass hier eine "Gratismentalität" entstanden ist, infolge der viele Menschen versuchen, auf jeden Fall das
Beste und Teuerste für sich aus dem Gesundheitssystem herauszuholen, gleichgültig, ob es medizinisch sinnvoll oder ökonomisch verträglich ist."

Daher appellierte Bode an die Politiker, das Gesundheitswesen zum "Thema" zu erheben und gemeinsam mit allen anderen am Gesundheitswesen Beteiligten geeignete Strategien für eine Weiterentwicklung des Gesundheitssystems auszuarbeiten. Bode bekräftigte dabei namens der Pharmig die Bereitschaft der pharmazeutischen Industrie, an entsprechenden Konzepten aktiv mitzuarbeiten. -rm

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