Breite Unterstützung für Ökostrom

Greenpeace-Studie belegt: Paket aus Strompreissenkung und Ökostrom-Förderung ideal

Wien - Eine von Greenpeace bei ISMA in Auftrag gegebene repräsentative Telefonumfrage zeigt, daß die österreichischen Stromkunden mehr Förderung für Ökostrom wollen und auch persönlich bereit sind, dazu einen Beitrag zu leisten: Fast drei Viertel der Befragten sprachen sich dafür aus, daß ein Teil der anstehenden Strompreisreduktion in der Höhe von 10-20% für die Förderung von Ökostrom verwendet werden soll. "Die Umfrage belegt klar, daß die aktuelle Wahlkampf-Debatte über die Strompreissenkung teilweise an den Interessen der Bevölkerung vorbeigeht: Die Menschen wollen erwartungsgemäß weniger für den Strom zahlen, aber offenbar nicht um jeden ökologischen - Preis, betonte Erwin Mayer, Energie-Experte von Greenpeace Österreich. Atomstrom & Co sind eindeutig out, die Politik muß endlich die Konsequenzen daraus ziehen und Ökostrom fördern!

Das Meinungsforschungs-Institut ISMA hatte in den letzten Tagen im Auftrag von Greenpeace 500 Österreicher telefonisch zum Thema Ökostrom und Strompreis befragt. Die Ergebnisse in Kurzform: Die Frage, ob sie von der Wahlkampfdebatte über Strompreissenkungen gehört haben, bejahten 78%. Auf die Frage, ob sie bereit wären, auf einen Teil der Verbilligungen zu verzichten, wenn damit umweltfreundliche Energieträger gefördert werden, antworteten 72% mit Zustimmung. 67% gaben sogar an, auf alles, die Hälfte oder "ein Viertel" der Strompreissenkung zugunsten einer Förderung von Ökostrom verzichten zu wollen. Bei einem Beitrag von 5g/kWh (200ÖS/Jahr und Haushalt) und 50 000 GWh Inlandsstromverbrauch würde das ein Finanzierungsvolumen von 2,5 Mrd ÖS/Jahr ergeben. Die Bereitschaft, selbst einen Beitrag zu leisten ist enorm: 79% der Befragten sprachen sich dafür aus, daß alle Stromkunden (Haushalte und Industrie) diesen Beitrag leisten sollten und lehnten damit nur auf Freiwilligkeit basierende Finanzierungssysteme für einige, wenige Stromkunden (green pricing) ab.

Greenpeace fordert den verbesserten Einsatz von drei Förderinstrumenten: 1. Österreichweit müssen die Einspeisetarife für Strom aus Wind und Biomasse/gas auf 1,35 ÖS/kWh erhöht werden, für Solarstrom sollten 10 ÖS/kWh den Ökostromproduzenten bezahlt werden. 2. Die Direktvermaktung von Ökostrom muß durch niedere Durchleitungstarife in der Höhe von 30-40g/kWh gefördert werden. Weiters muß die Diskriminierung von Ökostromproduzenten durch besonders niedere Einspeisetarife für den nicht direkt verkauften Ökostrom aufgehoben werden. 3. Ökostrom muß von der Energieabgabe befreit werden.

"Die Politik sollte sich noch vor der Wahl entscheiden, ob sie weiterhin die Interessen der E-Wirtschaft vertritt und massiv den Ausbau von Ökostrom bremst oder ob sie das Finanzierungs-Angebot der Stromkunden annimmt und den erneuerbaren Energien in Österreich zum Durchbruch verhilft" fordert Erwin Mayer von Greenpeace in Richtung Landeshauptleute und Bundesregierung.

Weitere Informationen: Mag. Erwin Mayer, Energiesprecher Greenpeace Österreich, Tel.: 0664/3337389 Bettina Tasser, Pressesprecherin Greenpeace Österreich, Tel.: 0664/2407075

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Bettina Tasser, Pressesprecherin Greenpeace
Österreich, Tel.: 0664/2407075

Mag. Erwin Mayer, Energiesprecher Greenpeace
Österreich, Tel.: 0664/3337389

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP/02