Burgstaller: Bildungskarenz – das unbekannte "Wesen"

Mehr Mut zur Bildungskarenz – Bildungsscheck und Bildungskarenz vor allem für Frauen attraktiv

(Salzburg – OTS) "Positivwerbung" für die Bildungskarenz möchte heute, Sonntag, 29.
August, Frauenreferentin Landesrätin Mag. Gabi Burgstaller machen. Seit dem 1. Jänner des
Vorjahres können Arbeitnehmer/innen für mindestens sechs Monate und maximal ein Jahr zu
Fortbildungszwecken in Karenz gehen. In Salzburg bietet der neue "Bildungsscheck" des Landes
zusätzlich inhaltlich und finanziell eine Orientierungshilfe für Bildungskarenz nach der
"normalen" Karenzzeit. Vorausgesetzt der Arbeitgeber stimmt zu, können Frauen (oder
Männer) bis zu zweieinhalb Jahre bei ihren Kindern bleiben. Trotzdem machen das nur sehr
wenige Frauen (oder Männer) in Salzburg. "Die Bildungskarenz gehört noch immer zu den
bestgehüteten Geheimnissen im Land. Das muss sich ändern", so Burgstaller.

Laut Arbeitsmarktservice Salzburg waren im vergangenen Jahr elf Salzburger (darunter neun
Frauen und zwei Männer) im Schnitt pro Monat in Bildungskarenz. Heuer zählen die AMS-
Statistiker immerhin schon 48 Personen im Monatsschnitt. Auch hier haben die Frauen mit 42
zu 6 ein deutliches Übergewicht, weil Männerkarenz immer noch "in den Kinderschuhen
steckt". Landesrätin Burgstaller: "In Salzburg haben wir mit der Verbindung von Bildungsscheck
und Bildungskarenz eine sinnvolle Basis geschaffen. Österreichweit ist das ein Modell. Frauen
bilden sich nach der Karenz noch fort, um topfit für den Wiedereinstieg nach der Babypause zu
sein." In dieser Zeit erhalten sie Bildungskarenzgeld, das gleich hoch ist wie das
Elternkarenzgeld, nämlich zurzeit 565 Schilling. Zusätzlich wird die Bildungsmaßnahme vom
Land mit 3.000 Schilling gefördert. Nur: "Es weiß keine/r!" Deshalb wolle sie jetzt ein positives
Signal für diese hoch geförderte Art der Weiterbildung setzen, sagte Burgstaller.

Drei Millionen Schilling stehen jeweils für heuer und nächstes Jahr für den Bildungsscheck
zur Verfügung. "Uns ist es ein Anliegen, dass vor allem junge Mütter besser und umfassender
für den Wiedereinstieg vorbereitet werden. Der Sprung in den Job nach der Babypause bleibt
deshalb immer noch hart, aber nach der ‘Landung‘ am Arbeitsplatz erhöhen sich die
Aufstiegschancen, wenn Frauen die Karenzzeit zur Fortbildung nutzen", schloss Burgstaller.

Auskünfte über Bildungskarenz erteilt unter anderem der Verein "Initiative Frau & Arbeit"
(Mag. Daniela Diethör-Kreuzberger, Telefon: 0662 / 88 07 23 - 14).

Für die Redaktionen ist Landesrätin Mag. Gabi Burgstaller heute, Sonntag, von 12.00 bis
14.00 Uhr unter 0664 / 21 00 798 zu erreichen.

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