Vorsicht und Rücksicht im Straßenverkehr als oberstes Gebot

Burgstaller nutzt Tauerntunnel-Gedenkfeier für Aufruf an die Verkehrsteilnehmer – Dank an Einsatzkräfte und Behörden

(Salzburg – OTS) "Dieser Tag gehört den Angehörigen jener Menschen, die am 29. Mai dieses Jahres
auf so tragische Art und Weise verunglückt sind. Ihnen gebührt unsere Anteilnahme und unser Zuspruch
zur Bewältigung ihres Schicksals", sagte heute, Samstag, 28. August, Landesrätin Mag. Gabi Burgstaller
bei der Gedenkfeier für die Opfer der Katastrophe im Tauerntunnel. "Vor fast drei Monaten herrschte im
Tunnel noch Kampf zwischen Leben und Tod. Heute ist es ein friedlicher, ruhiger Tag. Damals war Chaos,
Leid, Verzweiflung. Heute blicken wir auch in die Zukunft. Und sagen: Es kann jederzeit wieder passieren,
aber wir müssen alles daran setzen, dass durch mehr Sicherheit im Straßenverkehr eine solche
Katastrophe wie im Tauerntunnel nicht mehr möglich ist", betonte die für Straßenbau und Verkehr
ressortzuständige Landesrätin.

Das setze, so Burgstaller, ein oberstes Gebot voraus: Vorsicht und Rücksicht. Weg vom Gas. Fahren
mit Hirn. "Unser soziales Verhalten ist kaum so gefordert wie im Straßenverkehr. Fehler können
verheerende Auswirkungen haben. Das hat auch die Katastrophe vom Tauerntunnel vor fast drei
Monaten gezeigt", blickt die Landesrätin zurück. "Es sind die Menschen, die bei dieser Gedenkfeier im
Mittelpunkt stehen müssen. Nicht die Technik, nicht die Zahlen über Sanierungen. Die höchsten
Sicherheitsstandards nutzen wenig, wenn sich Einzelne nicht an Regeln für alle halten", so Burgstaller.
Und die Landesrätin weiter: "Die Sicherheit erhöhen, heißt für uns auch den Bau der zweiten
Tunnelröhren durch den Tauern und den Katschberg anzugehen. Und zwar gemeinsam mit der
betroffenen Bevölkerung - und nicht gegen die Anrainer und über die Köpfe der Ebner, Flachauer,
Zederhauser, der Bürger von St. Michael im Lungau und Rennweg in Kärnten hinweg!"

Ohne umfassende Lärmschutzmaßnahmen im Pongau, Lungau und Oberkärnten werde der Bau der
zweiten Tunnelröhren nicht von der Bevölkerung mitgetragen. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit
vollen Mitspracherechten der betroffenen Bevölkerung sei für sie eine Voraussetzung zum Ja für den Bau
der zweiten Röhren, sagte Burgstaller. Es gehe nur gemeinsam. In einem offenen Prozess müsse ein
Projekt entwickelt werden, das von allen getragen werden könne. Jeder konstruktive und realisierbare
Vorschlag ist dabei willkommen, sagte die Landesrätin und appellierte an ein Miteinander von Anrainern
und Straßenerrichtern.

Burgstaller nutzt den Gedenktag auch, um den beteiligten Einsatzkräften, Behörden und Tunnel-
Sanierern - vom ÖSAG-Vorstand über die Ingenieure bis zu den 100 Arbeitern - zu danken. Landesrätin
Burgstaller: "Es würde lange dauern, all jene entsprechend ihrer Großtaten zu würdigen, ohne die es am
29. Mai eine noch viel größere Katastrophe gegeben hätte. Der Feuerwehrmann, der mit letzten Kräften
in das Inferno ging, um Menschenleben zu retten. Der Fernfahrer, der mit letzten Kräften Menschen zur
Flucht aus dem Tunnel überreden konnte. Oder jene Einsatzkräfte, die noch Wochen nach der
Katastrophe Spuren sicherten, Beweismaterial wie Stecknadeln im Heuhaufen suchten. Und natürlich die
100 Arbeiter und Ingenieure, die im Auftrag der ÖSAG rund um die Uhr, Tag und Nacht, sonntags wie
werktags, ihr Bestes gaben. Während im Mont Blanc Tunnel noch Spuren gesichert werden, ist der
Tauerntunnel schon wieder befahrbar."

"Über Schuld und Unschuld müssen die Gerichte entscheiden, was bleibt ist das Leid und das Schicksal
der Angehörigen. Die Toten werden nicht mehr lebendig, aber jeder, der diese Katastrophe mitverfolgt
hat, muss sich im Klaren darüber sein, wie wichtig das oberste Gebot im Straßenverkehr ist: Vorsicht und
Rücksicht. Denn die Verantwortung jedes einzelnen Lenkers ist enorm", schloss Burgstaller.

Information weltweit auf Knopfdruck

Optimal wurde für die Informationsarbeit nach dem Tunnelunglück das Internet als weltweites
Kommunikationsmedium eingesetzt. Bereits zwei Tage nach dem Brand wurde eine eigene Internetseite
mit den neusten Meldungen eingerichtet. In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Gewerbe- und
Verkehrsrecht und der Landesbaudirektion sowie der Verkehrsabteilung im
Landesgendarmeriekommando wurde vom Landespressebüro eine interaktive Straßenkarte mit den
wichtigsten Umfahrungsrouten und umfangreichen Zusatzinformationen für Autofahrer in acht Sprachen
für das Internet aufbereitet. Bis zum heutigen Tag wurden mehr als 26.500 Zugriffe registriert. So
konnten sich betroffene Reisende und Berufsfahrer im In- und Ausland umfassend über Alternativrouten
informieren.

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