Hostasch: Neues Meldesystem bringt mehr Transparenz bei Arzneimittelpreisen-

Verwaltungsvereinfachung und mehr Konsumentenfreundlichkeit

Wien, 28. August 1999(BMAGS)-. In Verhandlungen mit
Arbeiter- und Wirtschaftskammer wurde ein neues,
transparenteres und effizienteres Modell für die Ermittlung von Arzneimittelpreisen auf die Beine gestellt. Das bisher übliche amtliche Preisfestsetzungsverfahren für Arzneispezialitäten,
deren Kosten von der Sozialversicherung rückerstattet werden,
wird ab. 1. September 1999 durch ein vereinfachtes Preismeldeverfahren abgelöst. Durch das neue System wird sichergestellt, dass künftig auch rezeptfreie
Arzneispezialitäten, wie z.B. Vitaminpillen, sowie auch Arzneispezialitäten, die von der Sozialversicherung nicht rückerstattet werden, in die Preisbeobachtung einbezogen und
zudem Preisvergleiche europaweit vereinfacht werden. "Die neue Regelung bringt eine Verfahrenserleichterung für die Wirtschaft
und für die Konsumenten die Sicherheit, dass auch im Bereich
der rezeptfreien Produkte faire Preise verlangt werden",
begrüßt Gesundheitsministerin Lore Hostasch die Intentionen der Neuregelung.****

Bisher mussten die Pharmafirmen für Arzneispezialitäten
bei der amtlichen Preiskommission im BMAGS einen Antrag auf Festsetzung der Höchstpreise stellen, wenn das Produkt für die Aufnahme in das Heilmittelverzeichnis (Rückerstattung)
vorgesehen war. Durch die Neuregelung genügt künftig die Übermittlung der von den Firmen festgesetzten Höchstpreise an
die Preiskommission unter Angabe der Vergleichspreise der
anderen EU-Staaten. Liegt der gemeldete Preis deutlich über den Vergleichspreisen in anderen EU-Staaten, kann die
Preiskommission einschreiten und die Preise amtlich festsetzen.

Zudem werden in das neue Meldesystem auch alle
rezeptfreien Arzneispezialitäten einbezogen, sodass einem Preiswildwuchs bei diesen Produkten (Vitaminpräparate, Schnupfenmittel etc.) effizient begegnet werden kann.

"Die neue Regelung bringt Konsumenten und Wirtschaft
gleichermaßen Vorteile. Die Wirtschaft erspart sich
komplizierte Verwaltungsverfahren und der Konsument hat die
Garantie für faire Arzneimittelpreise in Österreich", so die Gesundheitsministerin abschließend.

(schluss)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSO/BMAGS