Bartenstein: Wir befinden uns auf dem Weg zur Wissensgesellschaft

Vom Wissen zur Weisheit - Chance für die Generationen

Wien/Alpbach, (OTS) - ACHTUNG! Sperrfist bis 19.00 Uhr (27.8.99)!!!

Als wichtigste Drehscheibe der
Wissensvermittlung zwischen den Generationen bezeichnete Familienminister Dr. Martin Bartenstein die Familie, heute,
Freitag, bei seinem Referat anläßlich der Alpbacher Technologiegespräche. "Wir können die Familie als primäre Vermittlungsinstanz jener sozialen Schlüsselkompetenzen sehen, die heute in einer sich rasch wandelnden Arbeitswelt immer stärker nachgefragt werden .- es sind dies zentrale gesellschaftliche
Werte wie Verantwortung, Anerkennung und Solidarität", so Bartenstein.

Aus der Sicht des Familienministers ist gerade in der Informationsgesellschaft lebenslanges Lernen unerlässlich. Diese Perspektive müsse aber allen Generationen offen stehen, so der Familienminister. "Wir haben heute die Tendenz, ältere
Arbeitnehmer in die Pension zu drängen oder zu entlassen. Weiterbildungsmaßnahmen vor allem im Bereich neuer Technologien gibt es für ältere Arbeitnehmer kaum. Das werden wir uns in Zukunft schon allein aus arbeitsmarktpolitischen Gründen nicht
mehr leisten können, weil in zwanzig, vielleicht schon in zehn Jahren durch das Fehlen jüngerer Arbeitskräfte ältere Arbeitnehmer einen völlig neuen Status in der Arbeitswelt haben werden",
betonte Bartenstein.

Die Entwicklungen der Informationsgesellschaft machen die Weiterbildung für Minister Bartenstein zum vorrangigen Thema der gesellschafts- und generationenpolitischen Agenda. "Ein Begriff
wird das 20. Jahrhundert mit Sicherheit nicht überleben", so der Familienminister, "nämlich "ausgelernt"!" Der Erwerb, die
Bewertung und Anwendung stets aktualisierten Wissens werde sich prägend durch zukünftige Biographien ziehen, zeigte sich Bartenstein überzeugt.

"Die innere Qualität und der Erfolg der modernen Gesellschaft wird auch daran zu messen sein, ob und in welchem Ausmaß es gelingt, das moderne Wissensmanagement der neuen Medien mit dem Erfahrungs- und Werteschatz der Gesellschaft zu verbinden." "Zwischen dem Wissen der Jugend und der Erfahrung des Alters soll eine komplementäre Beziehung bestehen und keine Trennlinie entstehen." " Die Wissensgesellschaft der Zukunft muß eine Innovationsgesellschaft sein, denn davon hängt ihr
wirtschaftlicher Erfolg ab - gleichzeitig muß sie aber auch eine Wertegesellschaft sein, denn das ist die Grundlage für ihr sinnstiftendes Potential, denn ohne Werte macht Wissen keinen
Sinn", führte der Familienminister aus.

Ein gutes Beispiel, wie neue Technologien das Miteinander der Generationen fördern können, ist für Bartenstein die Internetbörse "Rent a Rentner" der Jungen Wirtschaft. Sie bringt junge
Unternehmer und pensionierte Manager zusammen. Diese stellen ihr über Jahrzehnte gesammeltes Know How und Kontakte Jungunternehmern zur Verfügung und stellen sich so neuen unternehmerischen Herausforderungen. "Der große Erfolg dieser Internetbörse zeigt, wie sehr die Generationen, unterstützt von den neuen Technologien, voneinander lernen und profitieren können", betonte Bartenstein.

Als weiteres Beispiel nannte der Familienminister die von
seinem Ressort initiierten "Bürgerbüros für Jung & Alt". Diese verstehen sich als Drehscheibe für ehrenamtliches Engagement und als Plattform des Wissens-Transfers zwischen den Generationen. Die Bürgerbüros bieten unter anderem Hausaufgabenhilfe von älteren Menschen für Kinder und Jugendliche, Bildungsinitiativen von jüngeren für ältere Menschen (z.B. Internet für Senioren), Generationen übergreifende Zeitzeugenbörsen oder Senioren-Werkstätten für Kinder und Jugendliche, in denen altes Handwerkswissen vermittelt wird.

"Wir brauchen in beiderseitigem Interesse möglichst viele solcher Plattformen für den Wissenstransfer zwischen den Generationen, wobei die neuen Medien, wie sich zeigt, eine aktivierende und integrierende Rolle spielen können", führte Bartenstein aus. "Die Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts
wird eine Gesellschaft für alle Generationen sein, wenn sie die Zusammenhäge von Wissen und Werten ernst nimmt", so der Familienminister abschließend.

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