Türkei: Caritashilfe kommt an

Caritas Wien kann von bereits eingegangenen Spenden eine weitere halbe Million Schilling für den Einkauf von Medikamenten zur Verfügung stellen

Wien (OTS) - Es herrschen apokalyptische Zustände", erzählt Caritasmitarbeiter Stefan Maier nach seiner Rückkehr aus der Türkei. "Ganze Stadtteile sind dem Erdboden gleich, unzählige Wohnhäuser sind zerstört. Die lokalen Behörden sind hoffnungslos überfordert und haben keinen Überblick über das Ausmaß der Katastrophe und die Zahl der Obdachlosen."

Der Salzburger Caritasmitarbeiter Stefan Maier ist bereits zwei Tage nach dem Erdbeben im Krisengebiet eingetroffen. Gemeinsam mit der türkischen Caritas hat er begonnen, die Hilfsmaßnahmen zu koordinieren. Erste Hilfe erhielt dabei zunächst Abdalaha, ein Stadtteil von Istanbul, wo 30 Wohnblöcke durch das Beben zerstört wurden. Die Menschen leben seither in Baracken und Zelten. In den ersten Tagen wurden dort täglich von der Caritas 2000 Menschen mit warmem Essen und Trinkwasser versorgt. Kirchliche Gebäude wurden in Caritaslager umfunktioniert. So konnte die Caritas ein großes Depot mit Hygieneartikeln wie Zahnpasta, Windeln, Decken, Desinfektionsmitteln und Unterwäsche für Kinder und Grundnahrungsmitteln wie Reis, Konservendosen oder Babynahrung einrichten.

Nachdem in den vergangenen Tagen die internationale Hilfe stärker angelaufen ist und die Menschen in Abdalaha ausreichend versorgt werden, konzentriert die Caritas ihre Hilfe jetzt auf zerstörte Städte außerhalb von Istanbul. So sind täglich je drei Caritasmitarbeiter in die Städte Adapazari und Janovah unterwegs, um vor Ort zu erfragen, was am dringendsten gebraucht wird. Die Liste mit den benötigten Hilfsgütern wird dann ans Lager in Istanbul weitergegeben, von wo die Sachen am nächsten Tag in die Städte zu den Caritasmitarbeitern gebracht werden. Täglich werden so Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel im Wert von 250.000 Schilling verteilt.

"Die Lage in den beiden Städten ist entsetzlich", erzählt Caritasmitarbeiter Stefan Maier. Trotz Gesichtsmasken ist der Leichengeruch unerträglich, nach wie vor liegen tausende Tote unter den Trümmern begraben. Die Caritas plant für die nächsten Tage, Zelte und Mobile Toiletten aufzustellen. Auch die Versorgung mit Lebensmitteln soll noch stärker ausgeweitet werden. Große Unterstützung erhält die Caritas dabei von der Bevölkerung. Täglich melden sich ehrenamtliche Helfer, die bei der Verteilung der Lebensmittel mitarbeiten.

Nachdem die österreichische Caritas bereits eine Million für die Soforthilfe zur Verfügung gestellt hat, kann nun eine weitere halbe Million Schilling von der Caritas Wien für den Einkauf von Medikamenten bereitgestellt werden. Caritasdirektor Michael Landau:
"Nach den Regenfällen in den letzten Tagen ist die Gefahr von Krankheiten besonders groß. Ich bitte die Österreicherinnen und Österreicher die Menschen in der Türkei zu unterstützen und ihnen in dieser schweren Zeit beizustehen."

Die Caritas bittet dringend um Spenden auf das PSK Konto: 7.700.004, Kennwort: Türkei

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 878 12/138Caritas, Kommunikation, Bettina Riha-Fink

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | CAR/OTS