Forum Religionsfreiheit krisitisert Volksbegehren des Familienbundes

"Familienbund soll sich um alle Familien kümmern"

Wien (OTS) - - Das Forum Religionsfreiheit (FOREF), daß mit einer umfangreichen Internet-Präsenz seit einigen Wochen Beachtung findet, hat in einem Offenen Brief an den Österreichischen Familienbund das Volksbegehren scharf kritisiert, in dem der Familienbund unter anderem "die Jugend vor Sekten und Gewalt in den Medien" schützen will.

"Wer hat die Autorität zu bestimmen, welcher Glaube gut und welcher schlecht für den "Verbraucher" ist? Der ehemalige deutsche Bundesminister Apel warnt vehement vor der Einführung eines "Glaubens-TÜVs" durch den Verbraucherschutz", schreibt das Redaktionsteam von FOREF unter Führung von Peter Zöhrer.

FOREF kritisiert vor allem, daß der Familienbund einerseits vorgibt, Familien zu Fördern und zu schützen, andererseits aber Familien in den sogenannten "Sekten" dadurch ausgegrenzt und diskriminiert werden. "Wenn es dem Österreichischen Familienbund wirklich um das wohl der Familien und der Gesellschaft geht, dann sollten Sie gerade den kleineren Religionsgemeinschaften die Hand reichen. Dort gibt es noch viele funktionierende Familien..." so der Brief.

Der Pressesprecher der Scientology Kirche, Andreas Böck, wies darauf hin, daß hinter dem Passus in Bezug auf "Sekten" im Volksbegehren scheinbar der Niederösterreichische "Sektenbeauftragte" Peter Pitzinger stehen dürfte, der selbst ein aktiver Aktivist im Familienbund ist bzw. dessen Frau die Position des Bundesgeschäftsführers des Familienbundes inne hat. Bettina Pröglhöf, Pitzingers Helferin im Kampf gegen Religionsgemeinschaften, die ebenfalls in der "Sektenstelle" der Niederösterreichen Landesregierung tätig ist, war auch an vorderster Front vertreten, als die Unterstüztungserklärungen für das Volksbegehren des Familienbundes im Innenministerium abgegeben wurden.

Wie das Magazin "Format" berichtete, hat Pitzinger vor einigen Wochen eine Initiative ins Leben gerufen (darunter Karl Habursburg und der theologischer Krenn-Referent Kaplan Reinhard Knittel), um "der schweigenden Minderheit der Anhänger" des ins Kreuzfeuer der Kritik geratenen Bischof Kurt Krenn "eine Stimme zu geben". Von "Format" darauf angesprochen, daß sich unter Krenn "innerkirchliche Sekten" in St. Pölten ansiedlen konnten, meinte Pitzinger: "Es gibt zwei Sichtweisen darüber, was eine Sekte ist. Das Engelwerk und Opus Dei sind beispielsweise keine Sekte, weil sie ja innerhalb der katholischen Kirche sind".

Das Forum Religionsfreiheit versteht sich laut eigener Aussage als Monitor demokratischer Grunwerte, in dem Menschenrechtsaktivisten verschiedener Konfessionen publizieren.

Internet-Homepage von FOREF: www.religionsfreiheit.at

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