Auer: Ideologischer Konflikt der VP-NÖ auf dem Rücken der Familien

Mikl-Leitner lehnt Kinderkrippen kategorisch ab - während das VP-nahe Hilfswerk selbst zugibt, Bedarf an Tagesmüttern nicht decken zu können

St. Pölten (SPI) - Die Positionierung der VP-NÖ in Fragen der Kinderbetreuung befindet sich hart an der Grenze zur Lächerlichkeit. Erst kürzlich lehnte die VP-Landesgeschäftsführerin Mikl-Leitner im Rahmen einer Pressekonferenz die Forderung der SPÖ nach Schaffung von flächendeckenden Kleinkinderbetreuungseinrichtungen kategorisch ab. Gleichzeitig klagt das NÖ-Hilfswerk, dessen Präsident Mikl-Leitners Vorgänger und nunmehriger VP-Klubobmann Ernst Strasser ist, daß der Betreuungsbedarf durch Tagesmütter allein nicht gedeckt werden kann. "Die eine Seite verpönt Kleinkindereinrichtungen und die andere Seite weint Krokodilstränen", empört sich die Sozialsprecherin der NÖ Sozialdemokraten und NÖ-Landesfrauenvorsitzende Abg. Helene Auer über die Vorgangsweise der VP-NÖ.****

Der Weg zu einer Vereinbarkeit von Beruf und Familie muß den Familien geebnet werden. Hier spielt natürlich auch eine vernünftige Gestaltung der Kleinkinderbetreuung eine zentrale Rolle. Betreuungseinrichtungen von Unter-Dreijährigen müßten Kindergärten durch die öffentliche Hand finanziell gleichgestellt werden. Darüber hinaus wäre eine bundeseinheitliche Ausbildung für Tagesmütter bzw. -väter und eine verpflichtende Anstellung bei Trägervereinen ab einer Betreuung von zwei Kindern unbedingt erforderlich. So könnte eine sozial- und pensionsrechtliche Absicherung der Tagesmütter und -väter erzielt werden. Diese Maßnahmen würden eine optimale Betreuung von Zwei- bis Dreijährigen garantieren.

"Deswegen täte die VP besser daran, Untergriffe gegen eine klare Linie ihrerseits in Sachen Kinderbetreuung einzutauschen. Zudem widersprechen die ständigen VP-Polemiken gegen Kleinkinderbetreuungseinrichtungen gültigen Beschlüssen des Landes. So sollen in Niederösterreich mit der aktuellen "Kindergartenmilliarde" vor allem auch Kleinkinderbetreuungseinrichtungen geschaffen und gefördert werden. Die NÖ Sozialdemokraten vertreten neben der klaren Wahlfreiheit der Betreuungseinrichtung ein gleichberechtigtes Nebeneinander ohne ideologische Scheuklappen. Denn die Leidtragenden sind die Frauen und die Familien, die sich betreffend der Unterversorgung der Kleinkinderbetreuungseinrichtungen bei der ÖVP-NÖ bedanken können", so LAbg. Helene Auer.
(Schluß) sa/fa

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