Cerwenka: Sozialarbeiter und Psychologen gegen Mißbräuche einsetzen

Vermehrtes Engagement in Kindergärten und Schulen auch hinsichtlich familiärer und schulischer Probleme wünschenswert

St. Pölten, (SPI) - "Die SPÖ hat im Jahr 1996 im NÖ Landtag einen Antrag eingebracht in dem sie fordert, daß der schulpsychologische Dienst ausgebaut wird, sodaß vorerst in jedem Schulbezirk mindestens eine Fachkraft zur "mobilen Betreuung" von Schulen zur Verfügung steht. Der Antrag wurde mit Mehrheit angenommen - geschehen ist bis heute allerdings nur sehr wenig. Einige wenige positive Erfahrungen, wie im Stiftsgymnasium Melk, wo der Einsatz von Sozialarbeitern Schülern, Eltern und Lehrkräften wertvolle Hilfestellung gibt, dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, daß der Ausbau der schulpsychologischen Betreuung in Niederösterreich noch in den Kinderschuhen steckt", so der Schulsprecher der SPNÖ, Labg. Helmut Cerwenka.****

Besonders im Zusammenhang mit den jüngst aufgedeckten schrecklichen Fällen von Kindesmißbrauch würde eine stärkere psychologische Betreuung und "Beobachtung" der Schüler sicher ein wertvolles "Präventionsinstrument" darstellen. "Kinder mit Problemen brauchen eine Anlaufstelle, der sie vertrauen - zu dieser könnte ein Sozialarbeiter oder Schulpsychologe werden, der sich regelmäßig mit den Kindern beschäftigt. Probleme und Ängste könnten dabei sicher schneller ans Tageslicht gebracht werden", so Abg. Cerwenka weiter.

Sozialarbeiter haben durch ihre Ausbildung auch sicher eine höhere Sensibilität wenn es darum geht, Verhaltensauffälligkeiten bei Opfern von Gewalttätigkeiten in der Familie oder Opfern von sexuellen Mißbräuchen zu erkennen. Sie können daher rascher entsprechende Nachforschungen der Jugendämter veranlassen. "Einmal mehr gilt mein Appell dem Präsidenten des NÖ Landesschulrates sowie dem verantwortlichen NÖ-Personalreferenten, LH Erwin Pröll, dem Landtagsbeschluß Rechnung zu tragen und den notwendigen Ausbau der sozialen und psychologischen Betreuung der Kinder und Schüler, ja notwendigerweise beginnend vom Kindergartenalter, zu forcieren", so Cerwenka abschließend.
(Schluß) fa

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