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Zwischenbericht über das
erste Halbjahr 1999

Sehr geehrte WMF-Aktionäre,

in Folge der Finanz- und Wirtschaftskrisen in Südamerika, in Rußland und in Teilen Asiens war die deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn 1999 insgesamt von schwachem Wachstum geprägt. Neben dem Export, der seine Funktion als Konjunk- turmotor einbüßte, wirkte die anhaltende Rezession in der Bauindustrie belastend.

Nach einem guten letzten Quartal 1998 und einem vielversprechenden Start im Januar 1999 haben sich die Hoffnungen der Konsumgüterbranche auf eine Besserung des Konsumklimas im weiteren Verlauf des Jahres nicht erfüllt. Die Diskussionen um die Steuer- und Rentenpolitik sowie die außenpolitischen Turbulenzen führten erneut zu Kaufzurückhaltung. Einzelne Bereiche des deutschen Einzelhandels mußten deshalb in den ersten sechs Monaten teilweise starke Umsatzeinbußen hinnehmen.

Die WMF hat in diesem angespannten Branchenumfeld weitere Fortschritte erzielt. Im ersten Halbjahr 1999 konnte der Konzernumsatz gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres um 9 % auf 509,3 Mio. DM gesteigert werden. Bereinigt um die erstmalige Konsolidierung der Silit-Werke GmbH & Co. KG belief sich der Umsatzantieg auf 4 %.

Trotz schlechter Rahmenbedingungen konnte der WMF-Konzern im Inlandsgeschäft einen Umsatzzuwachs erwirtschaften. Im Ausland hat die WMF ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. Herausragend war dabei der Geschäftserfolg der Vertriebstochter- gesellschaften, die beim Umsatz um 17 % zulegen konnten. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz erhöhte sich von 27,7 auf 28,6 %.

Im Konsumgeschäft hat sich die WMF mit einem leichten Umsatzplus besser als der Markt entwickelt. Dieser Erfolg ist nicht zuletzt auf vielfältige Werbe-, PR- und Verkaufsförderungsaktivitäten zurückzuführen. Damit wurde die Marke WMF mit ihrem ausgewogenen und umfangreichen Angebot an qualitativ hochwertigen Produkten in klassischem wie auch in modernem Design noch mehr in das Blickfeld der Konsumenten gerückt.

Mit 6 % Zuwachs erreichte die Sparte Objektgeschäft ein über durchschnittliches Wachstum. Hervorzuheben sind hier die Absatzerfolge im Bereich Kaffeemaschinen. Im Wachstumsmarkt Verkehr rückten in zunehmendem Maße die Bestellungen von Kreuzfahrtschiff-Betreibern in den Vordergrund. An Bedeutung gewann ferner die Nachfrage durch die Systemgastronomie. Weitere Absatzerfolge wurden bei der Ausstattung der ICE-Zugrestaurants mit WMF-Kaffeemaschinen realisiert.

Die WMF AG hat ihren Umsatz im ersten Halbjahr gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres um 3,1 % auf 362,2 Mio. DM gesteigert. Trotz schlechter Branchenvorgaben konnte die WMF AG im Inlandsgeschäft einen Umsatzzuwachs um 1,7 % erwirtschaften. Im Ausland hat die WMF ihren Aufwärtstrend fortge- setzt. Das Geschäflsvolumcn legte um 10,1 % zu.

Im Hinblick auf die Ertragsentwicklung hat die WMF an die positive Entwicklung der vergangenen Jahre angeknüpft. Im ersten Halbjahr stieg das Ergebnis nach Steuern im Konzern um 3% auf 10,2 Mio. DM.

Zur Aktie

Die Kurse der WMF-Aktien lagen per 30. Juni 1999 über dem Niveau zum Jahresende 1998. Die Stammaktie zog von 14,83 Euro (29,-- DM) auf 16,25 Euro (rd. 32,-- DM) an. Darin spiegeln sich vielfältige Anstrengungen wider, mit denen die WMF-Aktie für ein breiteres Anlegerpublikum attraktiver gemacht wurde. Dazu zählt insbesondere die Zulassung für den SMAX, das neue Qualitätssegment für SmallCaps der Deutsche Börse AG. Darüber hinaus sind die WMF-Aktien in den SDAX aufgenommen worden.

Beschäftigung und Mitarbeiterzahl Die Zahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter hat sich zum 30. Juni 1999 um 468 Personen erhöht. Das bedeutet im Vorjahresvergleich eine Zunahme um rund 9 % auf 5.741 Beschäftigte. Dabei sind erstmals die 318 Beschäftigten der Firma Silit berücksichtigt. Darüber hinaus trug die fortgesetzte Ausweitung des Filialnetzes zu der Erhöhung der Mitarbeiterzahl bei.

Investitionen

Für das laufende Geschäftsjahr sind Sachinvestitionen in einer Größenordnung von rund 50 Mio. DM vorgesehen. Schwerpunkte betreffen wiederum die Modernisierung der WMF-eigenen Filialen, die weitere Verbesserung der Infrastrukturen in den Werken der WMF sowie vielfältige Aktivitäten zur Vermarktung der Produkte.

Ausblick

Nach einem schwächeren Jahresbeginn stellt sich das weltwirtschaftliche Umfeld Mitte 1999 wieder etwas günstiger dar. In den Krisenregionen der Welt zeichnet sich eine Entspannung ab. Zudem sind die monetären Rahmenbedingungen unverändert gut. Die Perspektiven für die deutsche Wirtschaft haben sich vor diesem Hintergrund wieder verbessert. Inwieweit der Einzelhandel davon profitieren wird, hängt davon ab, wann sich die Verunsicherung der Konsumenten durch die Diskussionen um die Steuer- und Rentenpläne auflöst. Sollte dies in der zweiten Jahreshälfte der Fall sein, sind beim privaten Verbrauch durch aus noch stärkere Impulse zu erwarten. Die WMF wird den Herausforderungen im Wettbewerb weiter aktiv begegnen. Mit maßgeschneiderten Marketingmaßnahmen und innovativen Produkten setzt die WMF ihre Hinwendung zur lifestyle-orientierten Käuferschicht fort.

Auf der Baais der heutigen Marktgegebenheiten streben wir für das Geschäftsjahr 1999 weiteres Umsatzwachstum und ein wiederum zufriedenstellendes Ergebnis an.

WMF-Konzern l. Halbjahr 1999 1. Halbjahr 1998 Veränderung in %

Umsatz (Mio. DM) 509,3* 466,2 +9,2

davon Inland 363,7 337,1 +7,9 Ausland 145,6 129,1 +12,8

Auslandsanteil 28,6 27,7

Ergebnis nach Steuern 10,2 9,9 +3,0

Mitarbeiter zum 30.6. 5.741** 5.273 +8,9

*) enthalten ist der erstmals konsolidierte Umsatz der Silit-Werke GmbH & Co. KG **) enthalten sind darin erstmals die 318 Mitarbeiter der Firma Silit

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