Ärztekammer fordert Abschaffung der Chefarztpflicht Krankenkassen wollen Bürokratie auf Ärzte umwälzen

Wien (OTS) - "Anstatt die eigene aufgeblähte Bürokratie abzubauen und den Zugang zu einer modernen Medizin für die Patienten zu erleichtern, versuchen die Krankenkassen mit ihrem eigenartigen Vorschlag zur 'Abschaffung der Chefarztpflicht' lediglich die eigene Arbeit auch noch auf die Ärzte abzuwälzen" zeigte sich Dr. Anton Hengst, Obmann der Kurie der niedergelassenen Ärzte in der Ärztekammer für NÖ, über den jüngsten Vorstoß der Krankenkassen erbost.

In einem Maßnahmenpaket, welches Ende September vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger beschlossen werden soll, will der Hauptverband die Bewilligung von chefarztpflichtigen Medikamenten oder Therapieformen den behandelnden Ärzten unterschieben. So soll es zukünftig Aufgabe der Ärzte sein für ihre Patienten mit dem Chefarzt die Bewilligung für ein chefarztpflichtiges Medikament auszumachen.

Hengst weiter: "Es kann nicht Ziel einer sozialen Krankenkasse sein den Ärzten durch Bürokratismus jene Zeit zu rauben, die sie eigentlich für die Behandlung der Patienten benötigen. Wenn den Krankenkassen keine sinnvollere Lösung zur Eindämmung der Medikamentenkosten einfällt, so wäre es zielführender sämtliche chefärztlichen Dienste abzubauen und die dadurch eingesparten Millionen für die Versorgung der Patienten zu verwenden." "Die Ärztekammer wird im Interesse der Patienten gegen eine derartige Regelung vehement ankämpfen", so Hengst abschließend.

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