Csörgits: Heutige LIF-Kommmentare mehr als peinlich

ÖGB-Frauenvorsitzende verweist auf Beschluss- und Gesetzeslage

Wien (ÖGB). "Die heute von LIF-Kandidatin Hammerl vorgebrachten Forderungen sind als mehr als peinlich einzustufen, da sie bereits entweder verwirklicht, gesetzlich abgesichert oder Beschlüsse höchster ÖGB-Gremien sind”, stellt ÖGB-Frauenvorsitzende Renate Csörgits fest. ++++

Zum Vorwurf, "die Gewerkschaft” sei bisher gegen ein einkommensabhängiges Karenzgeld eingetreten, verwies Csörgits auf die Beschlüsse des diesjährigen ÖGB-Frauenkongresses, auf dem dezidiert das einkommensabhängige Karenzgeld beschlossen wurde. Diese Beschlüsse sind Bestandteil der künftigen ÖGB-Politik gegenüber der neuen Regierung und dem neuen Parlament.

Erfolgreich seien ÖGB und Gewerkschaften auch in der Frage der Gleichbehandlung von Frau und Mann vorangekommen: "Es gibt keine Frauen- und Männerlohngruppen in den Kollektivverträgen mehr; es gibt keine kollektivvertraglich festgeschriebene Benachteiligung von Frauen mehr; durch den starken Druck der ÖGB-Frauen sind die Benachteiligungen der Frauen in Wirtschaft und öffentlichem Dienst u. a. mit dem Gleichbehandlungsgesetz aus der Welt geschafft worden. Versteckte Diskriminierungen aufzuspüren und zu beseitigen ist Hauptziel der bereits laufenden Projekts ‘Bewertung der Arbeit’, welches auf Initiative der ÖGB-Frauen gestartet wurde. Dass dies von heute auf morgen ginge, kann nur der meinen, der noch nie einen Kollektivvertrag verhandelt hat”.

"Die ÖGB-Frauen arbeiten seit Jahren erfolgreich an der Herbeiführung der beruflichen Gleichstellung und betrachten die Frauen keinesfalls als ‘Masse von Sozialfällen’. Wenn - trotz intensivster Bemühungen und Verhandlungen in Sozialpartnerschaft, Politik etc. -Chancengerechtigkeit und die Sicherung von Führungspositionen für Frauen noch nicht überall gegriffen haben, so ist dies auf Blockaden durch erzkonservative Blöcke in diesem Land zurückzuführen,” so Csörgits abschließend. (Bac-)

ÖGB, 26. August 1999 Nr. 410

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