Pöschl: Wien bleibt in Sachen Radverkehr weiter Entwicklungsland

LiF Wien fordert Maßnahmen nach aufwendig erstellter Studie

Wien (OTS) Der liberale Wiener Verkehrssprecher Hanno Pöschl kann dem Lobgesang, den Vizebürgermeister Görg heute auf die Steigerung des Radverkehrs anstimmte, nicht zustimmen.
"Tatsache ist, dass 1990 der Radverkehrsanteil laut Wiener Verkehrskonzept bei 3 % aller Wege in Wien lag. Als Ziel dieses Konzeptes wurde eine Steigerung auf 6 % bis zum Jahr 2010 angegeben. Bei einer Nachuntersuchung im Jahr 1996 zeigte sich allerdings, dass sich der Wert von 3 % seit 1990 nicht geändert hatte. Dies ist besonders deshalb beschämend, weil Wien hier sowohl im nationalen als auch im internationalen Vergleich sehr schlecht abschneidet", kritisiert Pöschl.
Andere österreichische und europäische Städte weisen einen entschieden höheren Radverkehrsanteil auf, wie z.B. Salzburg mit 19 %, Graz mit 13 % und Bremen mit 22 %.

Mitverantwortlich dafür, dass sich in Richtung Radverkehr in Wien so wenig tut, ist die Tatsache, dass 1998 sämtliche Radverkehrsagenden vom Zentralbudget der Stadträte Görg und Svihalek an die Bezirke übergeben wurden. Wie sich gezeigt hat, ist seitdem der Budgettopf für den Neubau von Radverkehrsanlagen von jährlich rund 30 Millionen Schilling (1997) auf rund 20 Millionen gesenkt worden.

"Die jüngste Diskussion um den Radweg in der Argentinierstraße im 4. Bezirk zeigt, wie wenig Interesse die entscheidungsrelevanten Bezirkspolitiker am Radverkehr haben", meint Pöschl.
Pöschl fordert Görg auf, sich nicht auf aufwendige Studien zu konzentrieren, sondern Taten zu setzen.

Das liberale Maßnahmenpaket sieht folgende Punkte vor:
- mehr Budgetmittel für Radverkehrsplanungen
- Qualitätsprüfung in Form eines Bike-checks für bestehende und neu zu errichtende Radverkehrsanlagen
- Errichtung von witterungsgeschützten und diebstahlsicheren Abstellplätzen
- Einführung des Stadtrad-Modells nach dänischem Vorbild

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