Görg präsentiert aktuelle Studie "Radverkehr 2000"

Wien, (OTS) Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg hat Donnerstag im Beisein des Wiener Radwegekoordinators, Ing. Franz Blaha in einem Pressegespräch die aktuelle Radverkehrserhebung der MA 18 (Stadtentwicklung und -planung) präsentiert und die wesentlichen Punkte der Studie, die im Zeitraum Juni/Juli 1999 von einem externen Zivilingenieurbüro durchgeführt wurde, wie folgt zusammengefasst:

o Seit 12 Jahren wird im 3-Jahresrhythmus die

Radverkehrsentwicklung erhoben. Ergebnis: Steigerung des Wiener Radverkehrs seit 1987 um 161 Prozent.
o Das bedeutet jährlich eine Steigerung des Radverkehrs um ca. 10

Prozent werktags und 6 Prozent an Wochenenden.
o An neuralgischen Punkten in Wien (z.B. Opernring) beträgt das

durchschnittliche Radfahraufkommen pro Tagesspitzenstunde 300-
400 RadfahrerInnen, Abendspitzenstunde 120-250 RadfahrerInnen
o Die Radverkehrsaufkommenstendenz ist weiterhin steigend, daher

Radverkehrswegeinfrastruktur nötig.
o Die Steigerung des Radverkehrs steht in unmittelbarem

Zusammenhang mit der Erschließung neuer Radwege. Das bedeutete für den Lerchenfelder Gürtel (Gürtelradfahrweg) eine Steigerung von 658 Prozent (vgl. 1987-1999) und im Bereich Opernring (Anschluss an die Operngasse) eine Steigerung um 184 Prozent.
o Radverkehrsentwicklung wird in Wien an 14 Stellen wochentags und

an Wochenenden an 6 Stellen erhoben
o Heuer erstmals auch Inline-Skater-Zählung.

Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg wertete die "steigende" Tendenz des Radwegeverkehrs, die sich in den letzten 10 Jahren abzeichnete, als Auftrag und veranlasste die Erstellung eines Lückenschlussprogramms, das mit Ende des Jahres präsentiert werden soll.****

"Seit der Dezentralisierung des Radwegebudgets läuft es für den Wiener Radverkehr nicht überall optimal. Viele Bezirke setzen entgegen unseren Erwartungen ihre Prioritäten anderwertig", sagte der Vizebürgermeister. "Ich möchte hier Nägel mit Köpfen machen und glaube, dass ein Lückenschluss des teilweise rudimentären Radverkehrsnetzes an neuralgischen Punkten in Wien absolut
notwendig wäre. Ich habe daher Auftrag gegeben, ein so genanntes Lückenschlussprogramm zur Schließung des Radwegenetzes zu erarbeiten. Die Fertigstellung dieser Untersuchung ist mit Ende
des Jahres geplant," so Vizebürgermeister Görg.

Im Detail:

Seit 1987 wird in Wien kontinuierlich die Radverkehrsentwicklung erhoben. Die diesjährige Zählung wurde im Zeitraum Juni und Juli 1999 durchgeführt. Erstmals wurde auch zusätzlich das Inline-Skater-Aufkommen in Wien mitbearbeitet.

Die Zählungen wurden wochentags an 14 Stellen Wiens und an Wochenenden an 6 ausgewählten Standorten vorgenommen. Die
Standorte waren u.a. Opernring, Prater Hauptallee, Neubaugasse, Lerchenfelder Gürtel, Währinger Gürtel, Brünner Straße etc.

o Steigerung im Vergleich zu 1987:

Jährliche Steigerung des Radverkehrs seit 1987
Werktag: 10%
Wochenende: 6%

o Derzeitiges stündliches Aufkommen pro Zählstelle

Werktag: 130 Radfahrer
Wochenende: 360 Radfahrer

Die Zuwachsraten des Radverkehrs sind an Werktagen höher als am Wochenende. Im Werktagsverkehr werden vor allem vermehrt Rad-Fahrten zur Arbeit, Ausbildung und div. Erledigungen/Einkaufen verzeichnet.

In Wien zeigt das Radfahr-Werktagspotenzial noch keine Sättigungstendenzen, ein entsprechend ausgebautes bzw. "geschlossenes" Infrastrukturangebot wären daher von
vordringlicher Bedeutung.

o Erstmalige Erhebung einer vollen Tagesganglinie im

Werktagsverkehr:
Querschnitt: Opernring
Tagesspitzenstunde: 300 - 400 Radfahrer
Abendspitzenstunde: 120 - 250 Radfahrer

o 24 Stunden Tagesverkehr der Radfahrer im Sommer

Opernring: 4.400
Mariahilfer Str.: 2.000

o Inline-Skating:

Inline-Skating ist im großen und ganzen dem Freizeitverkehr zuzurechnen.
Inline-Skater frequentieren möglichst verkehrssichere Routen

o Verhältnis zwischen Inline-Skater und Radfahreraufkommen:

Werktag:
1 Inline Skater pro 25 Radfahrer
Wochenende:
1 Inline Skater pro 12 Radfahrer

o Fakten zu Wien:

Das Wiener Radverkehrsnetz ist 715 km lang.
Bezirke mit der geringsten Radkilometeranzahl sind der 8.
Bezirk, gefolgt vom 5. und 6. Bezirk.

In Wien gibt es ca. 1 Millionen Fahrräder - man geht davon aus, dass jeder Haushalt ein Rad besitzt. (Schluss) lei

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