VA TECH/VAI übernehmen Kvaerner Metals Equipment * Verträge mit Kvaerner unterzeichnet * Kaufpreis: EUR 31 Mio plus ca. EUR 23 Mio geschätzt für Cash

Wien (OTS) - Bestand und Veränderungen der Netto-Aktiva
* Ausbau der globalen Marktposition
* Ergänzung des Technologie-Angebots =

Wie bereits berichtet haben die börsenotierte VA
Technologie AG (VA TECH) und die VA TECH Tochtergesellschaft VOEST-ALPINE INDUSTRIEANLAGENBAU (VAI) im Juni mit Kvaerner, der anglo-norwegischen Engineering- und Construction Gruppe, einen Vorvertrag zum Kauf von Kvaerner Metals Equipment (KME) unterzeichnet. Nach Festlegung der einzelnen Vertragspunkte wurden nunmehr die Verträge über die Übernahme der KME unterzeichnet. Der Kaufpreis für die übernommenen Aktivitäten beträgt EUR 31 Mio (ATS 430 Mio, 20,5 Mio Pfund) sowie - gemäß einer Schätzung des Kvaerner-Managements - ca. EUR 23 Mio (ca. ATS 315 Mio, ca. Pfund 15 Mio) für Cash Bestand und Veränderung der Netto-Aktiva (seit Jahresende 1998). Das Inkrafttreten der Verträge bedarf nur noch der Genehmigung durch die französischen Kartellbehörden, die in wenigen Wochen erwartet wird.

Durch diese Übernahme wird die Position der VAI als einer der führenden Anlagenbauer und Systemanbieter auf dem globalen Markt für Metallurgietechnik wesentlich ausgebaut. Mit einem Anteil von rund 16 % am weltweiten Gesamt-Marktvolumen von rund EUR 9 Mrd (ATS 120 Mrd) jährlich, ist der VA TECH-Konzernbereich Metallurgietechnik nunmehr zweitgrößter Anbieter am Weltmarkt. "Die Akquisition der KME ist eine optimale Ergänzung unserer Technologie- und Leistungspalette und bietet damit eine hervorragende Ausgangsbasis, um mittelfristig die globale Marktführerschaft im metallurgischen Anlagenbau zu erreichen", betonte Horst Wiesinger, Mitglied des Vorstands der VA TECH.

Kvaerner Metals Equipment ist ein Anbieter von Ausrüstungen und Engineering an die internationale Eisen- und Stahl- sowie Aluminiumindustrie. Die Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 1998 einen Umsatz von rund EUR 458 Mio (ATS 6,3 Mrd) und beschäftigt ca. 1.550 Mitarbeiter. KME verfügt über Unternehmen in Frankreich (CLECIM mit Standorten in Paris, Saint Chamond und Montbrison), Spanien (COSIM/Bilbao), Italien (Genua) und USA (Pittsburgh und andere), sowie in Großbritannien (Sheffield, Stockton und Poole).

Optimale Ergänzung des Leistungsspektrums

Die besonderen Stärken der KME liegen in der Walzwerks- und Bandbehandlungstechnologie sowie in der Hochofentechnologie, die bisher nicht Bestandteil des Leistungsspektrums der VAI war. Die Gruppe verfügt über eine hohe Reputation auf den Gebieten der Walzwerks- und Bandbehandlungstechnik sowie der Automation. "Durch die Akquisition erfolgt eine deutliche Stärkung insbesondere der VAI Walzwerkstechnik, sowohl im Hinblick auf Marktzugang und Geschäftsvolumen als auch bezüglich technologischer Position und Kapazitäten. Dies hat besondere strategische Bedeutung, da mehr als 50 % des Marktvolumens im Metallurgie-Anlagenbau auf den Bereich Walzwerkstechnik inklusive Bandbehandlungsanlagen entfallen. Die Stärken von KME bringen hohe Synergieeffekte in bezug auf VAI, die über das geplante Integrationsprogramm realisiert werden", sagte Wiesinger.

Ausbau der Marktpräsenz in Nordamerika und Westeuropa

Vom weltweiten Marktvolumen im metallurgischen Anlagenbau entfallen etwa 30 % auf Nord- und Lateinamerika, etwa ein Fünftel auf Westeuropa. In beiden wichtigen Märkten wird die Marktpräsenz der VAI entscheidend ausgebaut. Die neuen Standorte in Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien und den USA vervollständigen die Schlüsselmärkte der VAI und stärken die Wettbewerbsposition des Unternehmens. Vor allem die Marktpräsenz in Nordamerika soll in Zukunft verstärkt ausgebaut werden. Der KME-Standort Pittsburgh wird zusammen mit der am selben Standort befindlichen VAI Industries (VAII) zum regionalen Kompetenzzentrum für die gesamte Produktpalette ausgebaut.

Ergänzung des Technologie-Angebots

"Der Konzernbereich Metallurgietechnik der VA TECH ist in Bereichen der Metallurgietechnik - etwa in der Direktreduktion von Feinerzen, der Stahlerzeugung, beim Strangguß, in der Automation und bei umweltrelevanten Anlagen für metallurgische Prozesse - weltweit führend. Durch die Verbreiterung des Technologie-Angebots und die Verstärkung der Regional- und Länderkompetenz können wir noch mehr Kundennähe und ein umfangreicheres Produkt- und Leistungsangebot bieten. Dies ist ein wichtiger strategischer Schritt zum weiteren Ausbau der Marktposition im hochkonzentrierten Markt der Metallurgietechnik", betonte Wiesinger. Mit der Akquisition von KME wird der VA TECH-Konzernbereich der einzige multinationale Metallurgieanlagenbauer mit Zugriff auf globale Personalressourcen.

Für die Redaktionen:

Die börsenotierte VA Technologie AG (VA TECH) ist ein global tätiger Technologiekonzern mit Sitz in Österreich und als Systemanbieter in den Konzernbereichen Metallurgietechnik, Energie-und Umwelttechnik sowie Anlagentechnik und Dienstleistungen weltweit tätig. 1998 erzielte der Konzern mit 17.684 Mitarbeitern einen konsolidierten Konzernumsatz nach IAS von EUR 3,2 Mrd (ATS 44,3 Mrd).

Der Konzernbereich Metallurgietechnik der VA TECH ist einer der international führenden Metallurgieanlagenbauer und Systemanbieter für Einzelanlagen und Anlagenverbund. 1998 erzielte der Konzernbereich mit 3.302 Mitarbeitern einen Umsatz nach IAS von EUR 1.246,6 Mio (ATS 17,15 Mrd.)

Kvaerner ist ein Anglo-Norwegischer Engineering- und Construction-Konzern von Weltrang. Die Aktivitäten der Gruppe sind in drei Kern-Geschäftsbereiche gegliedert: E&C (Engineering and Construction); Oil & Gas; und Construction. Weitere derzeitige Tätigkeiten, wie Schiffsbau, Energie, Stahlbearbeitung und andere Fertigungs- und Maschinenbauaktivitäten werden abgegeben. Die Kvaerner-Gruppe verfügt auch über nennenswerte Aktivitäten in der Lieferung von Ausrüstung und Lösungen für die Zellstoffindustrie.

Kvaerner ist eine in Norwegen registrierte Gruppe, die ihren internationalen Geschäftssitz in London hat. Nach den geplanten Verkäufen wird Kvaerner mit rund 55.000 Mitarbeitern in Europa, Asien und Amerika jährliche Umsatzerlöse von ca. US$ 7,5 Mrd erzielen.

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