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Geschäftsverlauf des Linde
Konzerns im 1. Halbjahr 1999

Der Linde Konzern setzte seinen Erfolgskurs auch in den ersten sechs Monaten fort. Das bereits gute Ergebnis des Vorjahres wurde erneut übertroffen. Sowohl bei den Umsatzerlösen als auch bei den Auftragseingängen legten alle vier Arbeitsgebiete zu und verbuchten teils zweistellige Zuwachsraten.

So nahmen die Umsatzerlöse im Konzern um 11,6 % auf 5,414 Milliarden DM zu. Ohne den Anlagenbau, dessen Aufträge nicht wie im Seriengeschäft kontinuierlich abgerechnet werden, betrug die Steigerungsrate 7,2 %.

Das Wachstum kam ausschließlich aus dem Ausland, dessen Anteil sich um 17,2 % auf 3,800 Milliarden DM erhöhte. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz stieg damit auf 70,2 % (Vj. 66,8 %). Im Inland blieben die Umsatzerlöse mit 1,614 Milliarden DM (Vj. 1,608 Milliarden DM) nahezu unverändert.

Eine ebenso erfreuliche Aufwärtsentwicklung verzeichnete der Konzern auch beim Auftragseingang. Die Impulse kamen dabei vor allem aus dem Ausland, das mit 4,753 Milliarden DM einen um 25,1 % verbesserten Auftragseingang auswies.

Der Auftragseingang im Inland stieg um 0,9 % auf 1,787 Milliarden DM. Ohne den Anlagenbau lag er jedoch um 4,2 % über dem Vorjahr. Insgesamt erhöhte sich der Auftragseingang im Konzern um 17,4 % auf 6,540 Milliarden DM.

Der Auftragsbestand war mit 8,223 Milliarden DM um 12,4 % höher als ein Jahr zuvor.

Der Gewinn vor Steuern konnte nochmals zulegen. Er stieg um 3,0 % auf 342,0 Millionen DM.

Die Investitionen lagen mit 600 Millionen DM deutlich über dem entsprechenden Vorjahreswert.

Ende Juni 1999 waren im Konzern 34.853 Mitarbeiter beschäftigt, 1.482 mehr als zum Jahresende 1998. Die Zunahme beruhte vor allem auf der Erweiterung des Konsolidierungskreises.

Arbeitsgebiet Anlagenbau

Im Arbeitsgebiet Anlagenbau stieg der Auftragseingang um 31,3 % auf 1,638 Milliarden DM. Der Umsatz nahm um 36,3 % auf 858 Millionen DM zu. Für das Gesamtjahr erwarten wir einen Umsatz von über 2,1 Milliarden DM (Vj. 1,769 Milliarden DM). Trotz der angespannten Projektsituation rechnen wir auch in diesem Jahr wieder mit einem Auftragseingang von über 2,0 Milliarden DM (Vj. 2,125 Milliarden DM). Das Ergebnis im Arbeitsgebiet verbesserte sich um 9,1 % auf 29,9 Millionen DM.

Arbeitsgebiet Fördertechnik

Die erfreuliche Entwicklung der Fördertechnik setzte sich auch im ersten Halbjahr 1999 fort. Die Umsatzerlöse stiegen um 5,7 % auf 2,371 Milliarden DM. Davon entfielen 1,642 Milliarden DM auf das Ausland und 729 Millionen DM auf das Inland. Die Umsatzsteigerung im Inland war mit 13,3 % deutlich stärker als im Ausland (2,6 %). Der Auftragseingang erhöhte sich um 5,6 % auf 2,578 Milliarden DM. Während der europäische Flurförderzeuge-Markt um rund 5 % anstieg, konnten wir mit mehr als 42.000 Geräten eine nahezu 7 %-ige Steigerung erzielen.

In der Hydrauliksparte waren Umsatz und Auftragseingang rückläufig. Grund dafür ist die weiterhin unbefriedigende Situation auf dem Land- und Baumaschinensektor.

Insgesamt konnte das Ergebnis vor Steuern im Arbeitsgebiet Fördertechnik mit 156,6 Millionen DM um 11,8 % verbessert werden.

Arbeitsgebiet Kältetechnik

Die Umsatzerlöse stiegen um 13,2 % auf 694 Millionen DM. Das Wachstum kam überwiegend aus dem Auslandsgeschäft, das um 18,8 % auf 471 Millionen DM zunahm. Hier wirkten sich die erstmalige Konsolidierung der 1998 übernommenen Gesellschaft Seral do Brasil S.A. und der Chief-Gruppe in Frankreich aus. Der Auftragseingang, der außerhalb Deutschlands um 23,0 % auf 624 Millionen DM und im Inland um 8,1 % auf 280 Millionen DM zulegte, nahm insgesamt um 18,0 % auf 904 Millionen DM zu. Das Ergebnis vor Steuern des Arbeitsgebiets Kältetechnik war wie in den Vorjahren per Ende Juni noch negativ. Bei der Einrichtung von großen Supermärkten handelt es sich um ein Projektgeschäft, dessen Abrechnungen schwerpunktmäßig in der zweiten Jahreshälfte erfolgen. Für diese Aufträge fallen jedoch im ersten Halbjahr bereits hohe Vorleistungen an. Der Verlust betrug 5,7 Millionen DM (Vj. 8,7 Millionen DM). Für das Gesamtjahr erwarten wir einen Gewinn vor Steuern, der über dem des Vorjahres liegt.

Arbeitsgebiet Technische Gase

Die Umsatzerlöse im Arbeitsgebiet Technische Gase nahmen um 7,0 % auf 1,508 Milliarden DM zu. Während das Inlandsgeschäft trotz des nach wie vor anhaltenden Preisdrucks mit 570 Millionen DM nahezu unverändert blieb, verbesserte sich der Auslandsumsatz um 11,8 % auf 939 Millionen DM. In Deutschland konnte das On-site-Geschäft ausgebaut werden, das Flaschengeschäft war jedoch weiter rückläufig. Dies ist vor allem auf Mengenrückgänge bei Acetylen und Sauerstoff zurückzuführen. Aufgrund der hohen investiven Vorleistungen für große On-site-Projekte lag der Gewinn vor Steuern mit 192,2 Millionen DM um 5,5 % unter dem Vorjahreswert.

Öffentliches Übernahmeangebot für AGA

Linde strebt an, zusammen mit dem schwedischen Gaseunternehmen AGA eine stärkere Rolle im Weltgasemarkt zu spielen mit Schwerpunkt in Europa und Amerika. Linde beabsichtigt daher, für die AGA AB, Lidingö, Schweden, ein Übernahmeangebot gegen Barzahlung von 141 Skr pro AGA-Aktie abzugeben. Damit wird AGA mit 30,9 Milliarden Skr oder 6,9 Milliarden DM bewertet. Die Übernahme soll noch 1999 abgeschlossen werden.

Ausblick

Die Zeichen einer konjunkturellen Erholung mehren sich. Insgesamt profitiert Linde von der höheren Nachfrage nach Investitionsgütern. Das Unternehmen wird vor allem im Ausland weiter wachsen. Für das Geschäftsjahr 1999 gehen wir - ohne Einbeziehung der AGA - davon aus, daß der Konzernumsatz und das Ergebnis der vier Arbeitsgebiete um mehr als 5 % steigen werden.

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