"Der größte Dienstleistungsbetrieb im Land"

Über 217.600 Schülerinnen und Schüler in NÖ

St.Pölten (NLK) - Für voraussichtlich 217.653 Kinder und Jugendliche sowie 21.143 Lehrkräfte beginnt am Montag, 6. September, das Schuljahr 1999/2000. Im bereits traditionellen ""Mediengespräch" zum Schulbeginn präsentierte der Amtsführende Präsident des Landesschulrates für Niederösterreich, Hofrat Adolf Stricker, heute eine Fülle von Zahlen und Fakten, informierte über schulrechtliche Neuerungen und berichtete über Arbeitsschwerpunkte im "größten Dienstleistungsbetrieb" des Landes. Neu ist vor allem, daß schulpflichtige, aber noch nicht schulreife Kinder nicht mehr zurückgestellt werden. Alle schulpflichtigen Kinder werden in die Schule aufgenommen und bei Bedarf entsprechend schulisch gefördert. Bisher war das nur im Einzugsbereich einer Vorschulklasse möglich. Eine weitere Neuerung betrifft die Möglichkeit eines Berufsvorbereitungsjahres (9. Schulstufe) an der Sonderschule.

Im folgenden einige Daten aus der Statistik des neuen Schuljahres:
Voraussichtlich 217.653 Schülerinnen und Schüler bedeuten gegenüber dem Schuljahr 1998/99 eine Zunahme um 1.350 oder 0,6 Prozent.
Aus der 4. Klasse Volksschule wechseln 13.139 Buben und Mädchen in die 1. Hauptschulklasse. Dieser Anteil von 74 Prozent ist in Niederösterreich seit rund 10 Jahren konstant, er stellt der Hauptschule ein ausgezeichnetes Zeugnis aus.
Nachdem die Zahl der Schüler in den Polytechnischen Schulen bereits im Vorjahr um 5,8 Prozent zugenommen hat, gibt es heuer wieder eine Steigerung um 2 Prozent auf 3.871. Präsident Stricker: "Die Polytechnische Schule wird als bedeutende schulische Einrichtung zur Vorbereitung auf das Berufsleben angenommen."
Es gibt heuer drei neue Schulstandorte in Niederösterreich: Eine Volksschule wird in Stetten aufgrund der Bevölkerungsentwicklung reaktiviert, in Straßhof nimmt eine neue Hauptschule den Betrieb auf und in Wolkersdorf hat die Stadtgemeinde ein Privatgymnasium eingerichtet.
Die Zahlen über arbeitslose Lehrerinnen und Lehrer sind "mit Vorsicht zu genießen". Im Pflichtschulbereich wurden heuer 368 Bewerber einberufen, davon haben 46 oder 12,5 Prozent abgesagt, weil sie nicht in jenen Bezirken ihren Dienst antreten wollen, in denen Bedarf besteht (Gänserndorf, Mistelbach, Korneuburg, Wien-Umgebung). Im Bereich der Bundesschulen wird die Statistik dadurch verfälscht, daß sich viele Jungpädagogen bei mehreren Landesschulräten bewerben und dadurch mehrfach gezählt werden. Die Berufsaussichten hängen hier stark von den gewählten Fächern ab, so besteht etwa nach wie vor großer Bedarf an geprüften Bewerbern in den Fächern Elektrotechnik, Maschinenbau, Stenotypie und Textverarbeitung sowie Wirtschaftspädagogik.

Besonders großen Wert legt Präsident Stricker auf die Förderung besonders begabter und lernwilliger Schülerinnen und Schüler. Erstmals wurde heuer im Juli am Semmering eine Sommerakademie mit 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt. Sie soll auch im kommenden Jahr wieder stattfinden. Seitens des Pädagogischen Institutes werden derzeit rund 100 Lehrerinnen und Lehrer zu Begabtenförderern ausgebildet. Sie werden im November erstmals europaweit anerkannte Diplome erhalten.

Trotz Einsparungen seitens des Bundes müsse auch die Lehrerfortbildung ungeschmälert erhalten bleiben, betont Stricker. Niederösterreich liege hier deutlich an der Spitze aller Bundesländer: Im vergangenen Schuljahr wurden bei den Angeboten des Pädagogischen Institutes über 50.000 Teilnahmen registriert, obwohl sie zu mehr als 80 Prozent in der unterrichtsfreien Zeit stattfanden.

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