• 25.08.1999, 11:15:45
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  • OTS0113

LiF Wien stellt eine neue Form der Gebietsbetreuung vor=

Quartiersmanagement verlangt

Wien (OTS) Anlässlich einer Pressekonferenz forderten heute die
beiden liberalen Gemeinderätinnen Bolena und Hack eine Umgestaltung
der Wiener Gebietsbetreuungen. Sie schlugen die Errichtung eines
sogenannten Quartiersmanagements vor. Dazu müssten die bereits
bestehenden Gebietsbetreuungen aufgewertet und ihre bisherigen
Kompetenzen erweitert werden.

Die Wiener Gebietsbetreuungen wurden vor mehr als 20 Jahren als
Informations- und Betreuungseinrichtungen für die betroffene
Bevölkerung ins Leben gerufen. Ihre Hauptaufgabe ist die
Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität für die BewohnerInnen. Die
dreizehn derzeit bestehenden Gebietsbetreuungen sind abhängig von
der finanziellen Unterstützung durch die jeweilige
Bezirksvorsteherin oder den Bezirksvorsteher. Zudem werden seitens
der Stadt Wien Leistungen vorgeschrieben, die eigentlich nicht zu
den Aufgaben der Gebietsbetreuung gehören, wie z. B. die
Mieterberatung am Faymann-Mietertelefon.

"Die Wiener Gebietsbetreuungen sind an sich eine begrüßenswerte
Einrichtung, sie haben in den vergangenen zwanzig Jahren sehr gute
Arbeit geleistet, doch seit der Einführung dieser Institutionen hat
sich naturgemäß vieles verändert. Wir fordern daher eine
Neuorganisation der Gebietsbetreuungen, damit die Interessen der
Bewohnerinnen und Bewohner entsprechend den heutigen Bedürfnissen
wahrgenommen werden können", sagte Alexandra Bolena,
Sozialsprecherin des Wiener Liberalen Forums.

"Unser Anliegen ist es, Ziele und Aufgabenbereiche der
Gebietsbetreuungen neu zu definieren und zu vereinheitlichen, damit
künftig effizienter, bürgerfreundlicher und unbürokratischer
gearbeitet werden kann", konkretisierte die Planungssprecherin der
Wiener Liberalen, Michaela Hack.

Neben den planerischen und koordinierenden Aufgaben sollen die
Gebietsbetreuungen künftig verstärkt als Bindeglied zwischen Bürgern
und Verwaltung auftreten. Als Informationsplattform sollen sie den
BewohnerInnen als erste Anlaufstelle für alle Belange, die das
unmittelbare Wohn- und Lebensumfeld betreffen, dienen. Dazu wird es
längerfristig auch notwendig sein, die Anzahl der Gebietsbetreuungen
zu erhöhen, so dass es pro Bezirk zumindest eine derartige
Einrichtung geben wird. Das Budget jeder Gebietsbetreuung muss den
neuen Anforderungen angepasst werden.

"Das neue Quartiersmanagement soll nicht nur Bereiche der baulichen
und planerischen Stadterneuerung abdecken, sondern auch jene der
ökologischen und sozialen Stadterneuerung", forderten Bolena und
Hack abschließend.

(Schluss)

Rückfragehinweis: Liberales Forum - Landtagsklub Wien

Pressestelle
Tel.: 4000-81563

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