Immer öfter "Reptilienalarm" in Wien

Eigene Veranstaltungen und Reptilienatlas der MA 60

Wien, (OTS) Sie brauchen keine Angst zu haben, wenn Ihnen auf offener Straße ein Waran entgegenkommt oder wenn Sie auf Ihrem Balkon urplötzlich eine Python finden. Anlässlich dieser oder anderer Geschichten musste die für den Tierschutz in Wien verantwortliche Magistratsabteilung 60 in letzter Zeit mehrmals "Reptilienalarm" geben. So im 7. Wiener Gemeindebezirk, wo ein
Waran spazieren ging, in Alt Erlaa, als ein Wiener zwei Wasserpythons am Balkon fand, oder in Wien Landstraße: Dort entdeckte ein überraschter Autofahrer unter seinem geparkten Fahrzeug eine grüne Schlange.

Zum Glück, berichtet Mag. Hermann Gsandner von der MA 60, hatte es sich bei dem Reptil nicht um eine hochgiftige Grüne Mamba gehandelt. Es war "nur" eine ungiftige Grüne Baumpython, die dem Besitzer entkommen war. Und meist bleibt die Herkunft der so aufgefundenen und gesammelten Reptilien ungeklärt.

Die Haltung von Reptilien durch Privatpersonen ist im Wiener Tierschutz- und Tierhaltegesetz genau geregelt. Ein großer Teil darf nur mit Bewilligung des zuständigen Magistratischen Bezirksamtes gehalten werden, so die Fachauskunft. Ausdrücklich verboten ist allerdings die Haltung von giftigen Schlangen,
einiger besonders großer Riesenschlangen sowie nahezu aller Krokodile.

Tierschützer der Stadt Wien geben zu bedenken, dass Reptilien besondere Ansprüche an Haltung und Pflege stellen. Das Veterinäramt gibt allen interessierten Personen über die Anforderungen, die die jeweilige Tierart an Haltung und Pflege stellt, unter der Tierschutz-Hotline Tel. 79514-97632 gerne Auskunft.

Man bemühe sich in eigenen Informationsveranstaltungen, die Bevölkerung über die verschiedenen Aspekte der Reptilienhaltung aufzuklären, so die Konsumentenstadträtin Mag. Renate Brauner. Der nächste Info-Veranstaltung findet am 5. September beim "Aktionstag Tierschutz" im Tiergarten Schönbrunn statt. AmtstierärztInnen der Stadt und Zoologen des Tiergarten Schönbrunn stehen der Bevölkerung für Anfragen zur Haltung von Exoten zur Verfügung.

Außerdem bereitet das Veterinäramt gemeinsam mit dem Verein HTVÖ einen Reptilienatlas vor. Dieser Atlas wird in übersichtlicher Weise die wichtigsten Kriterien der Haltung von nahezu hundert Reptilien beschreiben. Ein Bildteil wird es auch
dem Laien möglich machen, Reptilien leichter zu identifizieren.
Der Reptilienatlas soll Anfang des nächsten Jahres zur Verfügung stehen. (Schluss) wb

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