Kultur statt Kabel

Kulturschaffende ziehen in Meidlinger Kabelwerk ein

Wien, (OTS) Unter dem Motto "Kultur statt Kabel" ziehen für drei Jahre Kulturschaffende in das Gelände des ehemaligen Kabelwerkes in der Meidlinger Oswaldgasse ein. Auf einem Areal von insgesamt 60.000 Quadratmetern, unmittelbar an der U6, Station Tscherttegasse, soll - mit einer jährlichen Subvention der Stadt Wien von 3,5 Millionen Schilling - ein kultureller und sozialer
Raum für eine Vielfalt künstlerischer und kommunikativer Ausdrucksformen entstehen. Das Projektteam - Daniel Aschwanden, Hubsi Kramar, Kurt Sedlak und Erich Sperger - stellten am Dienstag die Pläne vor, die das weitläufige Industriegelände mit Leben füllen soll.****

Die kulturelle Zwischennutzung des Kabelwerkes ist bewusst in stadtplanerische Prozesse eingebaut, die für die weitere Zukunft die Bebauung des Areals mit Wohnungen vorsehen. Allerdings, so die Vertreter des Projektteams, sei auch die weitere Verwendung eines Teils des Geländes für die Kultur vorstellbar, vorausgesetzt, es wird ein Übereinkommen mit den Bauträgern und der Stadt erreicht. Die Kultur könnte damit eine identitätsstiftende Rolle für diesen Stadtteil übernehmen. Für die nächsten drei Jahre werden jedenfalls die Lofts, Hallen und Büros der Fabrik zu Proberäumen, Bühnen, Studios, Ateliers, etc. umstrukturiert, wobei der bauliche Aufwand möglichst gering gehalten werden soll. Ein Großteil der Investitionen, die für die temporäre Adaptierung des Geländes aufgewendet werden, soll auf Mobilität ausgerichtet sein, um einen spätere anderwärtige Nutzung zu ermöglichen. Technische Anschaffungen sollen als Basis für einen Technikpool, und damit für die weitere gemeinnützige Nutzung zur Verfügung stehen.
Das Spektrum, das die Betreiber in der Kabelfabrik anpeilen,
reicht von Theater, Tanz und Performances bis hin zu Film, Ausstellungen, einem Medienlabor, gastronomischen Einrichtungen
und Veranstaltungen verschiedenster Art. Die Spannweite soll dabei von experimentellen Szene-Projekten bis zu hocharrivierten Kulturprojekten gezogen werden: so wird Peter Stein sein "Faust"-Projekt im Herbst 2001 im Kabelwerk zur Aufführung bringen.
Bereits jetzt wird mit der Arbeit begonnen, erste Tanz-Proberäume sollen in Kürze zur Verfügung stehen, die offizielle Eröffnung des Kulturraums Kabelwerk ist für die Jahreswende 1999/2000
vorgesehen. (Schluss) gab

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