Bartenstein: Kein Pardon für Kinderschänder

Nicht an den Pranger stellen, aber jeder Schutz für die Kinder

Wien (OTS) - Anlässlich der erschreckenden Fälle von Kindesmissbrauch müssen rasch Maßnahmen zum Schutz der Kinder gesetzt werden. Eine starke Verlängerung der Frist für die Tilgung von Straftaten und die rasche Verwirklichung einer Begutachtungsstelle, bei der auch nicht geistige abnorme Rechtsbrecher einer Diagnose und Therapie unterzogen werden
können, fordert Familienminister Dr. Martin Bartenstein.

Es geht nicht darum Täter an den Pranger zu stellen, es muss aber sichergestellt sein, dass Polizei und Jugendamt über die Verurteilung eines Kinderschänders Bescheid wissen. Es ist derzeit bereits möglich, dass jede inländische Behörde jederzeit in das Strafregister Einsicht nehmen kann. In Zukunft sollte bei Kinderschändern eine aktive Benachrichtigung dieser Stellen erfolgen.

Nach Ablauf einer bestimmten Frist werden Verurteilungen aber getilgt. Eine Verlängerung der Tilgungsfrist bis hin zu lebenslänglicher Aufrechterhaltung der Registrierung bei schweren Sexualdelikten wäre, auch auf Grund der hohen Rückfallsquote und eines oft lebenslangen Risikos daher dringend notwendig. Sollte
ein einschlägig Vorbestrafter daher wieder auffällig werden, hätte auch nach vielen Jahren das Jugendamt die Möglichkeit, entsprechende Schritte zu setzen, sagte Bartenstein.

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