WESTENTHALER (1): Traumstart für die FPÖ

Freiheitliche präsentieren neue Wahlkampfplakate - "Einer, dessen Wort zählt" - ÖVP hat Langeweile zum Motto erhoben -Nervosität und Unsicherheit in der SPÖ

Wien, 1999-08-24 (fpd) - Die neuen Wahlkampfplakate der FPÖ präsentierten FPÖ-Generalsekretär Ing. Peter Westenthaler und FPÖ-Bundesgeschäftsführer Gernot Rumpold heute bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Wiener Hotel Plaza. ****

Drei der Plakate zeigen Jörg Haider gemeinsam mit österreichischen Bürgern. Das vierte Plakat präsentiert Jörg Haiders Konterfei und den Slogan "Einer, dessen Wort zählt". Wie Westenthaler betonte, handle es sich dabei um die Fortsetzung der bisherigen Wahlkampflinie. Man wolle diese sympathische Welle weitergehen. Zank, Streit und Auseinandersetzung überlasse man Rot und Schwarz. Dies sei nämlich der Stoff, aus dem Politikverdrossenheit gemacht werde. Die FPÖ gehe ihre thematische inhaltliche Linie weiter und wolle am 3. Oktober das sympathische Alternativangebot sein. Man wolle auch demonstrieren, daß mit Jörg Haider ein Politik der außergewöhnlichen Art an der Spitze der FPÖ stehe, jemand, der zuhören könne und dessen Handschlagqualität gelte.

Diese bisherige Linie trage Früchte, erklärte Westenthaler. Nach allen bisherigen Umfrageergebnissen würden die Kurven für die FPÖ nach oben zeigen: "Wir haben einen Traumstart hingelegt." Niemand streite mehr ab, daß die FPÖ in einen direkten Konkurrenzkampf mit der ÖVP um Platz 2 eintrete. Die Volkspartei stagniere und habe die Langeweile zum Motto erhoben. Genauso fahl wie die Politik der ÖVP seien auch ihre Plakate. Sie könne ihren Wählern zudem nicht klarmachen, wozu eine Stimme für die ÖVP am 3. Oktober gut sei. "Wenn jemand ÖVP wählt, wählt er den Sozialismus", stellte Westenthaler unmißverständlich klar. In ihrer Verzweiflung führe die ÖVP eine Show auf und liefere Scheingefechte mit der SPÖ. Dadurch wolle sie aber nur den Eintrittspreis für die Koalition mit der SPÖ erhöhen. Die Glaubwürdigkeit der ÖVP liege bei Null.

In der SPÖ ortete Westenthaler Nervosität und Unsicherheit. Dies habe man auch beim ORF-Sommergespräch des Bundeskanzlers gesehen. Als einziger Eindruck sei übriggeblieben, daß der Kanzler noch an Arroganz und Überheblichkeit zugelegt habe. Das meistgebrauchte Wort in diesem Sommergespräch sei "Ich" gewesen. Die einzig klare Aussage sei Klimas Kampfansage an die FPÖ gewesen, die er offenbar als antidemokratisch erachte: "Das weisen wir auf das Allerschärfste zurück", erklärte der freiheitliche Generalsekretär.

Der Herausforderer Jörg Haider werde nun in das Match mit Viktor Klima eintreten, kündigte Westenthaler an. Dem Bundeskanzler werde man klar sagen, daß bereits sein Vorgänger Vranitzky mit dieser Linie der Ausgrenzung und der Antidemokratie gescheitert sei. Es werde eine beinharte Auseinandersetzung geben. Das billige Gezänk zwischen SPÖ und ÖVP werde die FPÖ aber nicht übernehmen.

Ansonsten sei das Sommergespräch mit Klima wenig spektakulär gewesen. Es habe eine niedrige Einschaltquote, aber eine hohe Einschlafquote gegeben, merkte Westenthaler ironisch an. Mit 315.000 Zusehern liege Klima genau bei der Quote Schüssels mit 316.000 Zusehern. Jörg Haider habe an einem heißen Sommertag hingegen 480.000 Zuseher gehabt. Das bedeute auch, daß das Interesse an der FPÖ und an Jörg Haider enorm groß sei. (Forts.)

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